Souveräne Sieger beim 15. Klettermarathon – Teilnehmerzahlen rückläufig

Taktik und Kondition entscheiden

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Wie Spiderman an der Decke hängen. Dieses Gefühl hatten die Teilnehmer beim Weilheimer Klettermarathon, wie Melli Huber (Starnberg), die Zweite bei den Damen.

Weilheim – Oft auch kopfüber kletterten die Teilnehmer schwierige Strecken beim Klettermarathon in Weilheim. Einige erzielten dabei unglaubliche Leistungen. 

Weilheim – Nicht mehr ganz so groß wie in der Vergangenheit, als 70 Teilnehmer die Halle füllten, ist das Starterfeld inzwischen bei Weilheimer Klettermarathon. „Die da waren, hatten aber ihren Spaß“, nahm Hallenchef Norbert Kunz den Rückgang auf 46 Starter bei der 15. Auflage gelassen hin. „Es waren viele Junge dabei und die klettern toll“, freute er sich besonders über die guten Leistungen des Nachwuchses. Der bekamen von Tourenbauer Franz Vatter auch einige schweißtreibende Varianten in die Wand geschraubt. „Wer gewinnen will, muss schwere Routen klettern und auch viele“, stellte Vatter mit Blick auf die unterschiedlich hoch bewerteten 120 Varianten bis zur neunten Schwierigkeit. „Für die gab es 4 000 Punkte und sie wurde auch durchklettert“, ergänzte Vatter. 

Die Teilnehmer gingen mit unterschiedlichen Strategien zu Werke. Anfangs die richtig knackig, schweren Touren, um dann kurz zu verschnaufen, war eine Möglichkeit. Eine andere lautete, möglichst schnell viele etwas leichterer Routen zu bewältigen. Zwischendurch auslockern, um für den nächsten Gipfelsturm gerüstet zu sein, konnte auch nicht schaden. Auch fachkundiger Rat vom Sicherer, der den Kletterer und sein Seil immer gut im Blick hatte, wurde eingeholt. 

 Volle Punktzahl für die Route, gerne auch einmal direkt unter dem Hallendach, gab es nur, wenn sie bis zum Endpunkt durchklettert wurde. Neben guter Körperbeherrschung war am Ende vor allem die Kondition gefragt, denn nur wer fit war und über genügend Reserven verfügte, konnte bis zum Ablauf der 40-minütigen Kletterzeit Punkte sammeln. Als topfit erwies sich bei den Herren Niko Krüger. Der 18-jährige Peißenberger, der erstmals bei den Senioren startete, sammelte mit 13 vollendeten Routen unglaubliche 15 750 Zähler. Er verwies damit Andi Schreiber aus Herrsching mit 8 400 Zählern klar auf Platz zwei. Auf einem guten vierten Platz landete Carsten Mengel (Weilheim, 6710 Punkte). 

Als klare Angelegenheit erwies sich auch die Damenkonkurrenz. Mit 13 040 Zählern sicherte sich Andrea Fischer (Weilheim) souverän die erste Position. Bemerkenswert dabei ihr Vorsprung von fast 9 000 Zählern auf die Zweite. Bei der weibliche Jugend siegte Annika Kugelmann (Fischen, 2 870) und bei der männlichen Jugend hatte Luis Beer (Weilheim 7 100) die Nase vorne. 

Aber nicht nur über die Spitzenplätze freuten sich die Teilnehmer. „Ich habe ein paar Jüngere hinter mir gelassen“, strahlte Gerald Ott (Hohenpeißenberg), der mit 59 Jahren älteste Starter im 23er Feld der Herren. Von Roland Halmel

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