Radsport: Zwölf-Stunden WM am Gögerl schon nach zehn Stunden vorbei

Vorzeitiges Ende

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Die Mannschaft „Der Wade keine Gnade (links) siegte bei der Stadtmeisterschaft vor dem Sextett der Skischule Weißblau (rechts).

Weilheim – Im Vorjahr eine Stunde und dieses Mal gleich zwei Stunden. Das Wetter fordert weiterhin Tribut von den Marathon-Radlern in Weilheim. Wegen Dauerregens und schlechter Sicht musste die 12-Stunden Mountainbike WM am Gögerl zum zweiten Mal verkürzt werden.

Heuer war für die 200 Teilnehmer bereits nach zehn Stunden Schluss. „Die Sicherheit geht vor“, begründete Veranstalter Johannes Dornhofer die Entscheidung, die auf breite Zustimmung stieß. „Das wurde den Teilnehmern auch schon frühzeitig mitgeteilt“, ergänzte Peter Maisenbacher, der zusammen mit Roland Balzer das Rennen wie immer fachmännisch kommentierte. Die heftigen Schauer hinterließen ihre deutlichen Spuren bei Rädern und den Fahrern, die völlig verdreckt ihre Runden absolvierten. Die wurden im Laufe des Tages auch etwas kürzer, da die Strecke aus Sicherheitsgründen geändert wurde. „Wir haben drei besonders gefährliche Streckenabschnitte nach und nach rausgenommen“, berichtete Maisenbacher. Aus der ursprünglich knapp acht Kilometern wurden so am Ende rund sieben. Die hatten es aber immer noch in sich. „Es war nicht leicht zu fahren, die Furchen wurden immer tiefer“, meinte Lukas Oberstetter vom Team „Sportpark Au“ aus der Hallertau, die den Viererwettbewerb mit 30 Runden und deutlichen Vorsprung auf die Verfolger erstmals für sich entschieden. Die zweite Mannschaft vom „Sportpark Au“ belegte auch noch Platz drei. Auch bei den Solofahrern gab es neue Sieger. Kai Saaler war am Gögerl eine Klasse für sich. Der Marathon-Radler aus Bad Säckingen ließ mit seinen 27 Runden der Konkurrenz keine Chance. „Das war eine extrem gute Leistung von Saaler“, urteilte Maisenbacher, nachdem der Solofahrer im Feld von 30 Einzelstartern mehr Runden sammelte als ein Großteil der Mannschaften mit zwei und mehr Fahrern. Ein neues Gesicht ganz oben auf dem Podest gab es auch bei den Damen. Anja Knaub (tomotion Racing) gewann die Frauenkonkurrenz mit 21 Runden, ebenfalls mit deutlichem Vorsprung. Den Sieg beim Zweierwettbewerb ging ins Allgäu. Matthias Reichart und Sven Carstens erarbeiteten sich 30 Runden auf dem anspruchsvollen Kurs mit seinen rund 125 Höhenmetern. Richtig spannend ging es nur im Sechserwettbewerb zu. Drei Mannschaften lagen bis kurz vor Rennende eng beisammen. Auf der vorletzten Runde drehte dann aber die Truppe von „Bite the dust&Friends“ aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck richtig auf. Sie zogen an der Konkurrenz vorbei und holten sich so noch den Sieg. „Es war sehr schwer zu fahren, aber wir hatten keine Stürze“, erklärten die siegreichen Sechs. Platz vier im Sechserwettbewerb sicherte sich die Truppe mit den klangvollen Namen „Der Wade keine Gnade“, die sich damit den Titel in der erstmals ausgetragenen Stadtmeisterschaft vor der Mannschaft der „Skischule Weißblau“ und vom „Fitlife Fitnessclub“ holten.

„Insgesamt waren die Leute trotz des bescheidenen Wetters zufrieden“, bilanzierte Dornhofer, der einen Terminwechsel für das nächste Jahr ankündigte. „Dann starten wir wieder im Juni“ und Dornhofer hofft, dass dann wieder die kompletten zwölf Stunden gefahren werden können.

Von Roland Halmel

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