Angelina Jolie: Weinkrampf unter der Dusche

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Angelina Jolie auf der Berlinale 2012

Berlin - In ihrem Regie-Debüt erzählt Hollywoodstar Angelina Jolie (36) vom Balkankrieg. Die Verantwortung, diesem schwierigen Thema gerecht zu werden, lag schwer auf der Oscar-Preisträgerin.  

Das gestand sie jetzt in einem Interview. "Lange Zeit habe ich gar nicht weiter über alles nachgedacht. Ich habe das Filmen geliebt, das war eine tolle Zeit in meinem Leben. Aber dann, etwa eine Woche vor der Premiere des Films, hatte ich einen Zusammenbruch.

Sie habe plötzlich das Gewicht ihrer Verantwortung gespürt, die sie den Opfern des Krieges und den am Film beteiligten Menschen gegenüber habe, so die Sonderbotschafterin des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR. "Das war eines dieser seltsamen Dinge, wo du weinend unter der Dusche stehst, dein Partner reinkommt und du sagst "Du kannst mir nicht helfen! Mir geht's gut!"“

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Auch die Dreharbeiten selbst seien ihr nicht immer leicht gefallen, sagte die sechsfache Mutter, die angeblich erneut mit Zwillingen schwanger sein soll. „Ich hatte das Gefühl, ich würde jemanden foltern“, so die 36-Jährige der „Berliner Morgenpost“ (Samstagausgabe). In einer Szene des Films zwingen Soldaten ältere Frauen zu einem Striptease. „Es war einfach furchtbar“, sagte Jolie. „Ich verlangte etwas von anderen menschlichen Wesen, zu dem ich selbst nicht imstande wäre.“ Die ganze Crew habe sich unwohl gefühlt.

Aber hinter der Kamers zu stehen hatte für Jolie durchaus auch angenehme Seiten: "Ich war sehr froh, die Kamera auf alle anderen Leute zu halten", sagte die Leinwand-Schönheit und lachte.

Das Drama "In the Land of Blood and Honey“ war bereits für den Golden Globe nominiert, am Samstagabend sollte es seine Premiere bei den 62. Internationalen Filmfestspielen Berlin feiern.

dpa/dapd

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