Mutmaßliche Tochter will Vaterschaft klären

Neue Klage: Wird Albert II. vor Gericht zitiert?

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Der ehemalige König von Belgien, Albert II.

Brüssel - Die angeblich uneheliche Tochter Albert II. ist fest entschlossen, die Vaterschaft endgültig zu klären. Dieses Mal könnte der frühere belgische König dafür sogar vor Gericht zitiert werden.

Mit einer veränderten Strategie hat die mutmaßliche uneheliche Tochter des früheren belgischen Königs Albert II. ihren Kampf zur gerichtlichen Klärung der Vaterschaft fortgesetzt. Vor dem zuständigen Brüsseler Gericht reichte Delphine Boël am Montag eine neue Klage ein, mit der auch der 79-jährige Ex-Monarch vor Gericht zitiert werden könnte. Die 45-jährige Boël ist nach Angaben ihres Anwalts "entschlossen", Alberts vermutete Vaterschaft klären zu lassen.

Die Bildhauerin hatte vor einer Woche einen Antrag vom Juni zur Feststellung der Vaterschaft zurückgezogen. Als sie das Verfahren damals angestrengt hatte, war Albert noch belgischer König und Staatsoberhaupt, er genoss somit Immunität. Deshalb hatte Boël im Juni nicht nur einen DNA-Vergleich mit ihm gefordert, sondern auch mit ihren mutmaßlichen Halbgeschwistern Philippe und Astrid, zwei von Alberts drei offiziellen Kindern. Über eine Verwandtschaft mit ihnen hätte sie Alberts Vaterschaft nachweisen können.

Erst in der zweiten Phase könnte sich Verfahren gegen Albert richten

Am 21. Juli dankte Albert zugunsten seines ältesten Sohnes Philippe ab - und verlor damit auch automatisch seine Immunität. Die Forderung nach einem DNA-Test könnte nun mehr Aussicht auf Erfolg haben. Nach dem neuen Verfahren haben alle Seiten nun bis zum 7. Juli 2014 Zeit, um ihre Positionen darzulegen. Die Plädoyers sind für kommenden September vorgesehen.

Boël dürfte in zwei Etappen vorgehen: Zunächst dürfte sie die Vaterschaft von Jacques Boël anfechten, der zur Zeit ihrer Geburt noch mit ihrer Mutter verheiratet war und dessen Namen sie trägt. Dieser dürfte sich in den kommenden Tagen äußern, wie sein Anwalt am Montag mitteilte. In einer zweiten Phase könnte sich das Verfahren dann gegen Albert richten.

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Boël kann außerdem auf Unterstützung von Alberts jüngstem Sohn Laurent hoffen. Laut seinem Anwalt wäre es durchaus möglich, dass sich der bald 50-Jährige einem Test unterzieht. Boëls Anwalt Alain De Jonge erklärte dazu, er habe diese weitere Möglichkeit "zur Kenntnis genommen".

Die Tatsache, dass der frühere belgische König möglicherweise ein uneheliches Kind hat, beschäftigt die belgische Öffentlichkeit seit langem. Albert erkannte Boël nie als seine Tochter an. Allerdings sahen viele in seiner Weihnachtsansprache im Jahr 1999 ein verstecktes Eingeständnis: Damals sprach das Staatsoberhaupt von einer Krise, die seine Ehe Jahrzehnte zuvor durchlitten habe.

AFP

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