Geständnis schon vor Jahren

Bericht: Bill Cosby gab Frauen Geld und Medikamente

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US-Fernsehstar Bill Cosby.

Los Angeles - Der mit zahlreichen Missbrauchsvorwürfen konfrontierte US-Fernsehstar Bill Cosby hat einem Medienbericht zufolge schon vor Jahren eingeräumt, Frauen für Sex Geld und Medikamente gegeben zu haben.

 Das geht aus zehn Jahre alten Gerichtsunterlagen hervor, aus denen die "New York Times" am Samstag zitierte. Cosby gab demnach zudem in einer eidesstattlichen Erklärung an, seine Seitensprünge und die Zahlungen vor seiner Ehefrau geheimgehalten zu haben. Cosby hatte damals in einem Verfahren ausgesagt, in dem es um Vorwürfe der früheren Universitätsangestellten Andrea Constand ging. Sie hatte den heute 78-jährigen Fernsehstar beschuldigt, sie unter Drogen gesetzt und vergewaltigt zu haben.

Cosby gab dem Bericht zufolge jedoch an, er sei Constands Mentor gewesen und habe sie daher zu sich nach Hause eingeladen, um mit ihr über ihre "persönliche Situation" und ihre Ausbildung zu sprechen. Bei einem Treffen habe er ihr das Beruhigungsmittel Benadryl gegeben, weil sie unter Stress gestanden habe, räumte Cosby demnach ein. Anschließend sollen die beiden Sex gehabt haben. Nach Angaben ihres Anwalts geht Constand davon aus, dass Cosby ihr ein deutlich stärkeres Medikament verabreichte. Geld habe sie nicht von Cosby gewollt.

Cosby sagte dem Bericht zufolge aus, Constand sei eine "Lügnerin". Das Verfahren wurde später eingestellt. Der "New York Times" zufolge räumte Cosby damals außerdem ein, dass er einer weiteren Frau über seinen Agenten Geld zukommen ließ, um sein Verhalten vor seiner Ehefrau geheimzuhalten. In den vergangenen Monaten hatten rund 30 Frauen Cosby sexuelle Vergehen bis hin zur Vergewaltigung vorgeworfen, die teils mehrere Jahrzehnte zurückliegen. Der in den 80er Jahren mit der Sitcom "The Cosby Show" weltbekannt gewordene Schauspieler bestritt die Vorwürfe in der Öffentlichkeit vehement. Allerdings hatte er 2005 zugegeben, im Jahr 1976 einer Frau das Beruhigungsmittel Quaaludes verabreicht zu haben, weil er mit ihr Sex haben wollte. Entsprechende Gerichtsunterlagen waren vergangene Woche veröffentlicht worden.

afp

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