US-Sänger ist empört

Hasselhoff kämpft für die Berliner Mauer

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David Hasselhoff will zur Not mit einer Unterschriftensammlung für den Erhalt der East Side Gallery kämpfen

Berlin - Die East Side Gallery ist eines der wenigen noch erhalten Mauer-Stücke in Berlin. Nun soll sie zumindest in Teilen einem Bauprojekt zum Opfer fallen. Deshalb mischt sich jetzt sogar David Hasselhoff ein.

David Hasselhoff hat eine besondere Beziehung zum Mauerfall. Jahrelang hielt sich beispielsweise das Gerücht, der Sänger habe gesagt, er habe mit seinem Hit "Looking for Freedom" die deutsche Wiedervereinigung ausgelöst. Erst 2011 dementierte der ehemalige "Baywatch"-Star diese ihm offenbar in den Mund gelegte Aussage mit den Worten: "Das ist kompletter Müll." Tatsächlich gab Hasselhoff am 31. Dezember 1989 aber ein denkwürdiges Open-Air-Konzert am Brandenburger Tor, bei dem er "Looking for Freedom" sang und Hunderte Menschen ihm auf der Berliner Mauer stehend und sitzend zujubelten.

Als der mittlerweile 60-Jährige vom Streit um die East Side Gallery erfuhr, twitterte er: "Wo kann ich unterschreiben? Wie könnt ihr die Mauer abreißen, die für Freiheit, Beharrlichkeit und menschliche Opfer steht?"

Wowereit: "Ziel, East Side Gallery so wenig wie möglich anzugreifen"

Die Berliner Attraktion ist eines der wenigen noch erhaltenen Mauer-Stücke. Die 1,3 Kilometer lange und von 120 Künstlern bemalte Betonwand soll nun für ein geplantes Hochhaus mit Luxuswohnungen abgerissen werden. Proteste von mehreren hundert Menschen konnten das am Freitag in letzter Sekunde verhindern. Trotzdem fehlt seither ein ein Meter breites Stück des Mauer-Überrests. Bauarbeiter haben es niedergerissen, bevor der Protest Erfolg hatte.

Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit kündigte am Montag an, in dem Streit vermitteln zu wollen. „Der am Freitag begonnene Abriss eines Teils des bemalten Mauerstücks erscheint als nicht notwendig.“ Es müsse andere Wege geben, um an der Spree gelegene Grundstücke zu erschließen, sagte Wowereit, der zugleich den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in der Verantwortung sieht. Am Dienstag fügte der Bürgermeister nach der Beratung des Senats hinzu: "Unser Ziel muss sein, die East Side Gallery so wenig wie möglich anzugreifen."

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge hat der Investor des Bauprojekts, Maik Uwe Hinkel, inzwischen zugesichert, die East Side Gallery bis zum 18. März unversehrt zu lassen.

mm/dpa

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