Depardieu-Affäre: Belgiens Außenminister sauer

+
Dank einer persönlichen Initiative von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hat Schauspieler Gérard Depardieu unlängst einen russischen Pass bekommen.

Brüssel - Die Steuerflucht-Affäre um den französischen Filmstar Gérard Depardieu (64) führt in Belgien zu diplomatischer Verstimmung.

Sein Land habe keine einzige Maßnahme getroffen, um Franzosen anzuziehen, sagte der belgische Außenminister Didier Reynders am Dienstag in Brüssel. Er reagiere als Außenamtschef, wenn sein Land in einem anderem Staat zum Sündenbock gemacht werde, meinte der liberale Spitzenpolitiker laut Nachrichtenagentur Belga, ohne dabei Depardieu explizit zu nennen.

Der Schauspieler hatte sich zuvor über die geplante Reichensteuer in Höhe von 75 Prozent in seinem Heimatland beschwert und seinen Wohnsitz ins benachbarte Belgien verlegt. Dank einer persönlichen Initiative von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin bekam Depardieu unlängst auch einen russischen Pass.

Kiffen, Koksen und Saufen bei den Stars

Kiffen, Koksen und Saufen bei den Stars

Laut Reynders sind die Türen Belgiens für Ausländer offen, egal, ob sie einen „französischen, russischen oder anderen“ Pass hätten. „Belgien ist ein sehr gastfreundliches Land“, fügte hinzu, aber „man muss nicht denken, dass es ein Steuerparadies ist“. In Belgien werden Vermögen weniger stark besteuert als in Frankreich.

Reynders, als langjähriger Finanzminister ein Kenner der Materie, sagte, er sei offen für eine Neuverhandlung des Doppelbesteuerungsabkommens mit Frankreich. „Aber man muss wissen über was“, fügte er hinzu und ließ damit durchblicken, dass ihm die Pariser Absichten bisher nicht sehr deutlich sind. Frankreichs Staatspräsident François Hollande hatte eine Neuverhandlung des Abkommens gefordert.

dpa

Meistgelesene Artikel

Moby legt bei Trump auf - unter einer kuriosen Bedingung

Washington - Auf der Suche nach großen Namen für die Feierlichkeiten zur Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump ist auch Sänger und …
Moby legt bei Trump auf - unter einer kuriosen Bedingung

Sarah bereut ihren Betrug, aber „das war kein One-Night-Stand“

München - Die Trennung von Sarah und Pietro Lombardi ist seit Monaten das beherrschende Thema der Boulevardpresse. Jetzt äußert sich Sarah in einem …
Sarah bereut ihren Betrug, aber „das war kein One-Night-Stand“

Kegelrobbensaison: Rekord bei Jungtieren

Erfreulich: In der Seehundstation Friedrichskoog, die Robben-Waisen aufnimmt, war weniger los als in den Vorjahren.
Kegelrobbensaison: Rekord bei Jungtieren

Kommentare