Wegen Brust-Amputation

Ethikrats-Vorsitzende kritisiert Angelina Jolie

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Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Christiane Woopen

Berlin - Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Christiane Woopen, beurteilt den öffentlichen Umgang der US-Schauspielerin Angelina Jolie mit ihrer präventiven Brustamputation skeptisch.

Die „missionarische Absicht“ Jolies bezeichnete Woopen am Mittwoch bei DeutschlandRadio Kultur als schwierig. Jolie hatte am Dienstag publik gemacht, dass sie sich wegen eines erhöhten Krebsrisikos beide Brüste hatte abnehmen lassen.

Ich halte nichts davon, es jedermann als die einzig richtige Lösung zu propagieren“, sagte Woopen. Der radikale Schritt Jolies sei nicht für jede Frau die richtige Wahl. Es gelte, zugleich auch auf die Rolle von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam zu machen und Gentests, die ein erhöhtes Krebs-Risiko diagnostizierten, richtig einzuordnen, mahnte die Medizinethikern. Es sei ein Irrtum zu glauben, dass „alles, was in den Genen steht“, auch tatsächlich schon ein „festgeschriebenes Schicksal“ sei. Woopen warnte zu gleich vor dem Glauben, nur ein gesundes Leben, sei ein sinnvolles Leben.

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Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, wollte sich zu dem Fall der US-Schauspielerin nicht äußern. Er verwies aber vor Journalisten in Berlin allgemein darauf, dass das deutsche Gendiagnostikgesetz die Möglichkeit solcher Tests vorsehe. Wenn dann eindeutig ein Krebsrisiko vorhanden sei, liege es nach entsprechender Aufklärung durch den Arzt in der Entscheidung der Frau, sich für Vorsorgeuntersuchungen oder eine Operation zu entscheiden.

KNA

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