Ex-Tagesschausprecher raten Älteren zum Rausgehen

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Der ehemalige "Tagesschau"-Sprecher Wilhelm Wieben hat einen großen Freundeskreis. Foto: Kay Nietfeld

Aus dem Haus gehen, reisen und alte Freundschaften pflegen - wer nicht arm oder schlimm krank ist, muss im Alter nicht allein sein, meinen drei bekannte Menschen, die selbst nicht mehr die Jüngsten sind.

Berlin (dpa) - Einsamkeit im Alter ist kein unabwendbares Schicksal, meinen die Ex-Tagesschau-Sprecher Wilhelm Wieben (81) und Dagmar Berghoff (73).

In einem Interview der "Bild am Sonntag" sagte Wieben über ältere Menschen: "Wenn sie nicht gerade von Armut oder schlimmer Krankheit geplagt sind, dann sollen sie sich auf die Beine machen."

Berghoff ergänzte: "Rausgehen, ins Theater zum Beispiel. Wir können natürlich nicht für Menschen sprechen, die krank sind. Aber wer im Alter einsam ist, hat selbst Schuld." Dazu gehöre Disziplin: "Man darf nicht verlottern, nicht im Bett liegenbleiben, nur im Bademantel herumlaufen."

Der 81-jährige Wieben wandte sich gegen Selbstmitleid. Und sein Ex-Kollege Jo Brauner (78) sagte der Zeitung im selben Interview: "Die richtige Freundschaften, die jahrzehntelangen, muss man wirklich pflegen. Wenn man nichts miteinander unternimmt, auch mal einlädt, dann können alte Freundschaften wie ein Gummi spröde und rissig werden und am Ende reißen."

Wieben erzählte, sein Freundeskreis habe sich nach seinem 70. Geburtstag noch einmal um 15 bis 18 Menschen vergrößert. Aus gemeinsamen Reisen seien Freundschaften entstanden. "Ich bin bei vielen dieser Reisen dabei", fügte Berghoff hinzu.

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