Jetzt also doch!

Frei.Wild fliegt von Echo-Nominiertenliste

+
Die Südtiroler Band Frei.Wild

Berlin - Die umstrittenen Rocker von Frei.Wild werden nach Protesten von der Nominierungsliste für den Musikpreis Echo 2013 genommen.

Man greife damit in die Diskussion um diese Nominierung ein, teilte die Deutsche Phono-Akademie am Donnerstagabend überraschend mit. Der Echo solle nicht zum Schauplatz einer Debatte um das Thema der politischen Gesinnung dieser Band werden, weshalb sich der Vorstand „nach intensiven Diskussionen“ entschlossen habe, in die Regularien des Preises einzugreifen und die Südtiroler Band von der Nominiertenliste zu streichen.

„Wir haben in den letzten Tagen heftige Kontroversen um die Nominierung von Frei.Wild, die auf Basis der Charts-Auswertung erfolgte, erlebt, die den gesamten Echo und damit auch alle anderen Künstler und Bands überschatten“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI), Florian Drücke, laut Mitteilung.

Kritiker werfen der Band Frei.Wild rechtes Gedankengut vor. Als erstes hatte die in der Kategorie „Rock/Alternative National“ mitnominierte Band Kraftklub einen Boykott des Musikpreises angekündigt.

Als Begründung für die Nominierung der Südtiroler in der Kategorie gab ein Sprecher des BVMI laut der taz an, zwei Mitglieder der Band hätten deutsche Pässe vorgelegt, außerdem sei das Album "Feinde deiner Feinde" in Deutschland aufgenommen worden. Und schließlich singe die Gruppe auf Deutsch

Der Echo wird am 21. März in Berlin verliehen.

hn/dpa

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Moby legt bei Trump auf - unter einer kuriosen Bedingung

Washington - Auf der Suche nach großen Namen für die Feierlichkeiten zur Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump ist auch Sänger und …
Moby legt bei Trump auf - unter einer kuriosen Bedingung

Sarah bereut ihren Betrug, aber „das war kein One-Night-Stand“

München - Die Trennung von Sarah und Pietro Lombardi ist seit Monaten das beherrschende Thema der Boulevardpresse. Jetzt äußert sich Sarah in einem …
Sarah bereut ihren Betrug, aber „das war kein One-Night-Stand“

Kegelrobbensaison: Rekord bei Jungtieren

Erfreulich: In der Seehundstation Friedrichskoog, die Robben-Waisen aufnimmt, war weniger los als in den Vorjahren.
Kegelrobbensaison: Rekord bei Jungtieren

Kommentare