Ab zu Sky: Schmidt kann's nicht lassen

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Am kommenden Donnerstag hat Harald Schmidt seine letzte Show beim Privatsender Sat.1.

München - Nach seinem Rausschmiss bei Sat.1 bekommt Harald Schmidt jetzt eine neue Late-Night-Show beim Pay-TV-Sender Sky. Was der Entertainer dazu sagt:

Es ist am Donnerstag seine letzte Nacht bei Sat.1 – aber es ist nicht seine letzte Show: Nach seinem Quotendebakel beim Münchner Privatsender wechselt Harald Schmidt ins Bezahlfernsehen. Ab Herbst dieses Jahres läuft seine Late Night auf Sky, wie der Konzern am Mittwoch, einen Tag vor Schmidts Sat.1-Abschied, verkündete.

Der 54-Jährige kann’s einfach nicht lassen, obwohl das Interesse der Zuschauer deutlich gesunken ist: Dieses Jahr verfolgten seine Harald Schmidt Show im Durchschnitt 690 000 Zuschauer (Marktanteil: 6,5 Prozent), manchmal waren es nur noch knapp eine halbe Million. Kein Vergleich zu früheren Zeiten, als man den Entertainer gesehen haben musste, um am nächsten Tag mitreden zu können.

Sat.1 zog die Reißleine, kündigte diesen März das Ende der Sendung an – eine willkommene Gelegenheit für Sky. Schon „vor ein paar Monaten“ hätten die Verhandlungen mit Schmidt begonnen, erklärt Sky-Sprecher Moritz Wetter auf tz-Anfrage. Der finale Deal: Schmidt geht dienstags bis donnerstags um 22.15 Uhr im verschlüsselten Programm auf Sendung. Wie viele Ausgaben geplant sind, verrät Sky nicht, aber: „,Dirty Harry‘ wird die Tagesgeschehnisse in gewohnt kontroverser Art kommentieren und illustre Gäste begrüßen“, versprach Wetter. „Natürlich wird sein legendärer Stand Up nicht fehlen.“

Und was sagt das Großmaul der Nation selbst? „Late Night bei Sky – für mich der Himmel auf Erden“, so Schmidt. Da ist was dran. Denn beim Pay-TV-Sender ist er frei vom Quotendruck. „Wie viele unserer Abonnenten Harald Schmidt sehen werden, interessiert uns nicht, entscheidend ist die Qualität“, sagt Wetter. „Und in den vergangenen Wochen war Herr Schmidt besser denn je!“ Das wirkte sich allerdings kaum auf die Zuschauerzahlen aus.

Was also bewegt Sky dazu, einen Moderator einzukaufen, für den sich das Publikum zuletzt kaum noch interessierte? „Er ist einmalig im deutschen Fernsehen“, erklärt Wetter. Die bezahlenden Sky-Kunden (derzeit sind es zirka drei Millionen) bekommen das Gefühl von Exklusivität, der Sender hofft auf einen Image-Gewinn und mehr Abonnenten.

Für Schmidt hat der Wechsel ein Gutes: Er ist noch mal dem Abstellgleis entkommen.

Eva Hutter

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