Jeder Siebte liebkost sein Auto

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Für manche ist ihr Auto mehr als ein fahrbarer Untersatz. Foto: Armin Weigel

"Ich steh da hinten" - die Identifikation mit dem Auto ist bei manchen Deutschen weit fortgeschritten. Auch wenn es um Spitznamen für den Wagen geht, sind viele gut dabei - von "Assi" bis "Horst".

Düsseldorf (dpa) - "Bärchen", "Dicker", "Fürzchen": Jeder siebte Autobesitzer in Deutschland hat seinem Gefährt einen Kose- oder Spitznamen verpasst. Das hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov ermittelt.

14 Prozent haben sich demzufolge abseits der offiziellen Typenbezeichnung einen Namen für ihren fahrbaren Untersatz ausgedacht. 86 Prozent verzichten auf derartige Betitelungen.

Die Spitznamen zeugen vom vermeintlichen Charakter des Autos ("Diva", "Roter Rasi", "Silberpfeil"), möglichen Mäzenen ("Oma Gisela"), dem eigenen Fahrstil ("Arschi", "Assi", "Düsi", "Kämpfer") oder einer besonders innigen Beziehung ("Mein Lieber", "Mein Kleiner", "Bärchen", "Schnuffel", "Schmuckstück", "Huddel", "Horst").

Mit ihren Autos zeigten sich die Befragten in überraschend großem Ausmaß zufrieden: Jeder Fünfte (21 Prozent) gab an, sein Auto zu lieben, fast die Hälfte (44 Prozent) mag es. Jeder Dritte (32 Prozent) "findet es okay" und nur zwei von Hundert stehen auf Kriegsfuß mit ihrem Auto und mögen es explizit nicht. Die Zahl der Auto-Hasser lag, was den eigenen Wagen angeht, bei null Prozent.

Von den Befragten 18- bis 24-Jährigen besaßen entsprechend nur 42 Prozent einen Wagen. Diese Minderheit zeigt sich aber besonders begeistert: 44 Prozent der jungen Autobesitzer gaben an, ihren Wagen zu lieben. Mit fortschreitendem Alter kühlt die Zuneigung ab: Bei den 35- bis 54-Jährigen erklärten dies lediglich 15 Prozent.

Der Grad der Zuneigung zum Auto ist auch eine Frage des Geschlechts, fanden die Meinungsforscher heraus: Während jede vierte Frau (26 Prozent) ihre Liebe zum eigenen Auto offenbarte, bekannte sich nur jeder sechste Mann (16 Prozent) zu einem derart innigen Verhältnis.

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