Nachbarschaftsstreit

Moderator Mola Adebisi als Zeuge vor Gericht

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Mola Adebisi hat in einem Prozess am Düsseldorfer Amtstgericht als Zeuge ausgesagt.

Düsseldorf - Ist TV-Star Mola Adebisi Opfer von ausländerfeindlichen Beleidigungen geworden? Das Düsseldorfer Amtsgericht hat den Angeklagten frei gesprochen - trotz der Zeugenaussage des Moderators. 

Düsseldorf (dpa) - Der TV-Moderator Mola Adebisi (40) hat vor dem Düsseldorfer Amtsgericht gegen einen früheren Nachbarn ausgesagt. Der Ex-Nachbar, ein Rechtsanwalt, war angeklagt, weil er Adebisi und andere Nachbarn in Düsseldorf bedroht und ausländerfeindlich beleidigt haben soll. Das bestätigten Adebisi und weitere Zeugen am Donnerstag vor Gericht. Dennoch sprach eine Richterin des Amtsgerichts den Juristen frei.

Die Aussagen von Adebisi und den anderen Zeugen erschienen der Richterin nicht glaubwürdig. Adebisi habe sich in Widersprüche verstrickt, eine Nachbarin habe ihre Aussage anscheinend auswendig gelernt, eine weitere Zeugin habe falsch ausgesagt und ein vierter Zeuge habe Belastungstendenzen erkennen lassen.

Adebisi berichtete, dass der damals über ihm wohnende Nachbar immer wieder Müll auf seine Terrasse geworfen und auch Patronenhülsen herunterfallen lassen habe. Als er sich mit anderen Nachbarn bei dem Anwalt über den Lärm aus dessen Wohnung beschwert habe, sei dieser ausfallend geworden. Bei den zwei Jahre zurückliegenden Vorfällen kam der als Viva-Moderator bekanntgewordene Adebisi allerdings mit den Zeitangaben durcheinander.

Adebisi ist inzwischen weggezogen nach Solingen. „Die Lebensqualität ohne Herrn R. hat zugenommen“, sagte er nach seiner Aussage. Der Ex-Nachbar, gegen den bereits früher ein Verfahren anhängig war, hatte die Vorwürfe bestritten und gegen einen Strafbefehl über 2100 Euro Widerspruch eingelegt. Weil Adebisi als wichtiger Zeuge bei einem Verhandlungstermin in der vergangenen Woche unentschuldigt fehlte, hatte die Richterin 150 Euro Bußgeld gegen ihn verhängt.

dpa

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