George Takei und Stephen Fry

Promis gegen russische Winterspiele 2014

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Schauspieler George Takei ("Raumschiff Enterprise") will die Winterspiele 2014 von Sotschi nach Vancouver verlegen. 

London - Schauspieler George Takei ("Raumschiff Enterprise") will die Olympischen Winterspiele 2014 wegen Putins Anti-Homo-Gesetzen nach Vancouver verlegen, Kollege Stephen Fry ruft zum Boykott auf.

Der offen schwule Schauspieler George Takei, der in den 60er-Jahren als Lieutenant Sulu mit der Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise" Kultstatus erlangte, hat sich auf seiner Homepage dafür ausgesprochen, die Winterspiele 2014 von Russland ins kanadische Vancouver zu verlegen. Die Stadt war bereits vor vier Jahren Austragungsort der Winter-Olympiade. Er wies auf eine Online-Petition hin, die dieses Anliegen unterstützen soll. Mittlerweile haben sie bereits über 84.000 Menschen unterzeichnet. "Wenn Russland ein Teil der Internationalen Gesellschaft werden will, muss es internationale Prinzipien von Gleichheit und Nicht-Diskriminierung akzeptieren", begründete Takei seine Meinung. 

Kreml-Chef Wladimir Putin hatte ein Gesetz unterschrieben, das zum Beispiel Äußerungen über Homosexualität im Beisein von Minderjährigen bestraft. Sowohl einheimische Schwule und Lesben als auch homosexuelle Touristen würden seitdem verstärkt Opfer von Attacken, berichtete das Auswärtige Amt in Berlin. Das Gesetz soll auch bei den Winterspielen gelten.

Schauspieler Stephen Fry ("Blackadder") schrieb in einem offenen Brief an den britischen Premier auf seiner Internetseite, die olympische Bewegung werde beschmutzt, falls die Spiele in Russland stattfinden dürften. David Cameron müsse sich dafür einsetzen, dass das IOC sie Russland entziehe. "Es darf auf keinen Fall so aussehen, als hätte Putin die Zustimmung der zivilisierten Welt“, so der bekennende Homosexuelle.

US-Talkmaster Jay Leno sagte in einem Interview auf dem Sender MSNBC zu dem Thema, Putin benutze die Schwulen wie Hitler 1933 die Juden als Sündenböcke. Er warnte davor, dass weitere Minderheiten nach und nach auf die gleiche Weise unter Druck geraten könnten. Sängerin Lady Gaga hatte wegen des umstrittenen Gesetzes die russische Regierung kürzlich als "kriminell" bezeichnet.

hn/dpa

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