Streit eskalierte

19-jähriger Student ersticht Vater - Urteil

Karlsruhe - Der erste Tag seines Studiums endete mit einer Tragödie: Betrunken und im Affekt hat ein 19 Jahre alter Mann seinen Vater mit zwei Messerstichen getötet.

Im Laufe eines heftigen Streits hatte der Täter im vergangenen Oktober in Bretten bei Karlsruhe ein Taschenmesser gezückt und seinem 57 Jahre alten Vater damit je einmal in die Brust und in den Oberarm gestochen. Das Landgericht Karlsruhe verurteilte ihn dafür am Freitag zu einer Jugendhaftstrafe von vier Jahren. „Eine Bewährungsstrafe wäre hier völlig abwegig“, sagte der Richter. „Sie müssen mit der Bürde und der Last leben, ihren eigenen Vater umgebracht zu haben.“ Das Urteil lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge.

Das Strafmaß übersteigt die Forderung der Staatsanwaltschaft, die auf eine Haftzeit von drei Jahren ohne Bewährung plädiert hatte. Wie der Richter war auch der Staatsanwalt davon überzeugt, dass der junge Mann die Tat nicht vorsätzlich begangen habe. Doch sei wegen der „dramatischen Folgen“ keine Bewährungsstrafe mehr möglich. Die Verteidigung hatte einen Freispruch gefordert.

„Es tut mir unendlich leid. Das werde ich nie wieder gut machen können“, sagte der blasse, blonde Student. Er hatte die Tat zwar gestanden, aber angegeben, Gedächtnislücken zu haben.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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