9/11: Ausschreitungen am Rande der Trauerfeier

New York - Am Rande der Trauerfeier für die Opfer des 11. Septembers 2001 ist es in New York zu Zusammenstößen zwischen Verschwörungstheoretikern und Muslimgegnern gekommen. Polizisten mussten dazwischengehen.

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Etwa 200 Demonstranten forderten unmittelbar am Ground Zero, “die Wahrheit“ über die islamistischen Anschläge auf das World Trade Center zu erfahren. Auf Transparenten behaupteten sie, die US-Regierung habe die Gebäude selbst gesprengt. Sie lieferten sich heftige Wortgefechte mit dem als Koranhasser bekanntgewordenen Pastor Terry Jones, der alle Muslime für den Angriff verantwortlich machte. Polizisten mussten die Streitenden trennen.

“The Bush Regime engineered 9/11“ war auf einem großen Transparent zu lesen - “das Bush-Regime hat 9/11 inszeniert“. Ein Mann schrie: “Gebäude Nummer sieben wurde von keinem Flugzeug getroffen. Warum ist es eingestürzt? Wacht auf!“ Verschwörungstheoretiker insbesondere aus arabischen Ländern und Europa behaupten, die Amerikaner hätten die Türme selbst gesprengt, um einen Kriegsgrund zu haben.

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Jones versuchte, sie zu überschreien. Der bizarre Gottesmann war bekanntgeworden, als er vor einem Jahr über Wochen hinweg ankündigte, einen Koran zu verbrennen. Kritiker hatten befürchtet, der Plan, der letztlich fallengelassen wurde, könne zu neuen Ausschreitungen gewalttätiger Muslime führen.

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In New York machte Jones den Islam für die Anschläge verantwortlich. Insbesondere der Plan, gleich am Ground Zero eine große Moschee zu errichten, sei eine Beleidigung aller Opfer. Er forderte von Muslimen Entschädigungen, so wie sie Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg gezahlt hatte.

dpa

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