A380 schubst Kleinflieger weg - "Solche Unfälle können passieren"

New York - Spektakulärer Zwischenfall auf dem JFK-Flughafen in New York: Ein Gigant der Lüfte - ein Verkehrsflugzeug vom Typ A380 - kollidiert auf dem Vorfeld im Rollen mit einem kleineren Regionaljet.

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Video: A380 rammt parkendes Flugzeug

Die Besatzung des französischen Riesen-Airbus A380 schien es auf dem Weg zur Startbahn des New Yorker John F. Kennedy-Airport eilig zu haben. Mit zügiger Fahrt rollte das größte Passierflugzeug der Welt übers Vorfeld Richtung Startbahn, vorbei am gerade gelandeten Regionaljet einer US-Airline. Was dann am Montagabend (Ortszeit) passierte, hielt ein Amateurfilmer mit der Kamera fest: Mit der linken Tragfläche erwischte der Super-Airbus der Fluggesellschaft Air France das Leitwerk des Regionalfliegers und schubste ihn brutal zur Seite. Der wie Spielzeug neben der A380 wirkende Bombardier CRJ700 machte schwankend und rumpelnd einen Satz.

Nach einer Schrecksekunde verließen die unverletzten 62 Passagiere wenig später noch auf dem Rollfeld den Regionalflieger, der A380 stoppte und machte wenig später kehrt. Er soll untersucht, seine Piloten sollen befragt werden. “Es ist ein Sachschaden in noch unbekannter Höhe entstanden. Die Passagiere an Bord wurden auf andere Flugzeuge verteilt oder in der Nähe des Flughafens untergebracht“, erklärte am Mittwoch eine Air France-Sprecherin der Nachrichtenagentur dpa. An der Ermittlung der Unfallursache ist neben der amerikanischen auch die französische Luftfahrtbehörde beteiligt.

“Unfälle dieser Art können passieren, sind aber höchst selten“, meinte die Sprecherin. Was diesen Rollschaden jedoch spektakulär macht, ist die Beteiligung eines Giganten der Lüfte wie der A380. Der vollbesetzte Air France-Jet mit einer Flügel-Spannweite von rund 80 Metern sollte mit Ziel Paris starten und hatte 520 Menschen an Bord.

Die A380 ist so ausgelegt, dass sie trotz ihrer Größe problemlos auf allen für diesen Flugzeugtyp zugelassenen Airports dieser Welt rollen, starten und landen kann. Solange die Piloten dabei mit ihrer Maschine auf der sogenannten Centerline bleiben - einer auf den Asphalt gemalten, durchgehenden Linie - haben sie in der Regel die Gewähr, beim Rollen Hindernisfreiheit zu haben. Im Zentrum des Interesses wird daher nun die Frage stehen, ob die Airbus-Piloten von den Towerlotsen eine Roll-Freigabe erhalten hatten, bevor der kleine Regionalflieger in seine Parkbucht gerollt war. Und die Frage, ob dessen Pilot gemäß den Anweisungen korrekt den Rollweg geräumt hatte.

dpa

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