Massen-Crash auf A9: Ein Toter und zehn Verletzte

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Nach ersten Angaben der Autobahnpolizei Weißenfels waren bei Glätte 45 Autos, vier Lastkraftwagen und zwei Transporter in den Unfall verwickelt.

Weißenfels - Massencrash im Ferienverkehr: Auf der A9 zwischen Berlin und München sind bei Weißenfels (Sachsen-Anhalt) 45 Autos ineinander gerast. Ein Mann wurde getötet. Auf der A2 kam der Verkehr zum Erliegen.

Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 9 (Berlin-München) bei Weißenfels ist am Donnerstag ein Mann getötet worden. Zehn Menschen wurden verletzt, wie die Autobahnpolizei Weißenfels (Sachsen-Anhalt) mitteilte. In den Glätteunfall zwischen Bad Dürrenberg und Naumburg seien 45 Autos, vier Lastkraftwagen und zwei Transporter verwickelt gewesen. Es bildete sich ein zehn Kilometer langer Stau.

Das Deutsche Rote Kreuz hat ein Zelt aufgebaut, um Verletzte zu versorgen. Zur Identität der Unfallopfers und zum Auslöser des Massenkarambolage konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Der Verkehr wird an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

100 Kilometer Stau auf der A2

Auf der wichtigsten Ost-West-Trasse, der Autobahn 2, ist der Verkehr durch Eisregen fast zum Erliegen gekommen. Zwischen Hannover und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt staute sich der Verkehr am Donnerstagabend in beiden Richtungen auf 100 Kilometer Länge. “Seit Stunden geht hier fast gar nichts mehr. Nur Schritttempo ist möglich“, sagte Holger Heuer von der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen am Abend.

Der Eisregen sorge für kritische Straßenverhältnisse. Zudem kämen die Streufahrzeuge kaum durch. “Wir raten, gar nicht erst loszufahren“, betonte Heuer. Ein Beamter der Autobahnpolizei Braunschweig sprach von Blitzeis und einer bis zu fünf Zentimeter dicken Eisschicht auf der Fahrbahn. Die stark befahrene A2 ist die wichtigste Verbindung vom Ruhrgebiet über Berlin Richtung Osten.

Ursache für den Stau in Richtung Hannover war ein umgestürzter Lkw, doch auch in der Gegenrichtung staute sich der Verkehr auf eisglatter Straße. “Wir raten jedem in dem Stau, von der Autobahn abzufahren und sich gegebenenfalls ein Hotel zu suchen“, sagte der Verkehrsexperte.

Die Eisglätte beeinträchtigte den Verkehr in ganz Niedersachsen. Bei der Bahn gab es teils stundenlange Verspätungen. “Der dichte Eisregen in Hannover zwingt uns jetzt, den S-Bahn-Verkehr einzustellen“, sagte eine Bahnsprecherin am Abend.

In Bremen war seit dem Nachmittag wegen eines umgestürzten Lkws stundenlang die A1 in Richtung Osnabrück gesperrt. Der von Hamburg kommende Verkehr staut sich nach Behördenangaben bis zu 30 Kilometer.

dpa

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