Amoklauf in München

Familie von Opfer Armela S. will nun doch keine Spenden

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Sie war erst 14 Jahre alt: Armela S. mit ihrem Bruder.

München - Mindestens zehn Todesopfer, davon offenbar drei Albaner. Darunter ist auch Armela S., ein 14-jähriges Mädchen aus dem Kosovo.

Mindestens drei Albaner sind unter den Opfern, meldet Kosovo News via Facebook. Bestätigt ist das von offizieller Stelle noch nicht. Doch schon jetzt darf man ein großes Fragezeichen machen, ob das nur ein Zufall ist. Doch was kümmert die Hinterbliebenen das Motiv des Täter? Sie überlegen schon jetzt, wie sie ihre Opfer des Amoklaufs nach Hause bringen können. Denn, es fehlt möglicherweise das Geld. 

Kososvo News suchte auf Facebook mit einem Video nach Spendern, mit deren Hilfe die 14-jährige Armela S. nach Hause in den Kosovo überführt werden kann. Über 2000 Mal wurde das emotionale Video bereits geteilt, in dem zwei junge Männer zu sehen sind. Darüber steht:

"Liebe Leser, in schweren Zeiten müssen wir zusammenhalten. Der Terror von gestern forderte neun Opfer. Drei Opfer sind albanischer Abstammung.

In diesem Video welches wir auf unserer Anfrage von der Familie von Armela S. zugeschickt bekommen haben, bittet diese Familie um Hilfe. Armela S. starb gestern in München und muss nach Kosova transportiert werden. Das alles kostet viel Geld. Bitte beteiligt euch an dieser Aktion.

Jeder Euro zählt!"

Zuvor hatte ihr Bruder mit einem emotionalen Post, inklusive Bild, nach ihr gesucht. Er schrieb: 

"Hey Leute meine Schwester ARMELA war heute im OEZ. Seit dem Amoklauf haben wir nichts von ihr gehört. Wir wissen nur dass sie sich bis jetzt in keinem Krankenhaus / Kinderklinik befindet. Sie ist 14 Jahre alt und 1,50 m groß. Sie hat braune lange Haare und hatte ein braunes Hemd und eine Jeans an. Wenn ihr irgendwelche Informationen habt oder helfen könnt bitte ich euch uns zu helfen. Bitte teilt das für Sie. Ich danke euch"

Nun schickte er ihr einen Abschiedspost in den Himmel. Die Worte: "Wir lieben dich Engel."

Einen Tag später jedoch sperrte sich die Familie gegen die finanziellen Zuwendungen. Armelas Bruder Arbnor S. bedankte sich via Facebook bei den Spendern:

"Ich bitte euch alle die Spendenaufrufe zu ignorieren. Ich danke jedem einzelnen der versucht zu spenden, spenden will oder gespendet hat.

Eine große Summe der Spenden wird an hilfsbedürftige Kinder gehen. Bitte hört auf zu spenden. Wir haben die Möglichkeiten unsere Schwester zu transportieren um sie in der Heimat zu beerdigen.

Ich weiß ihr wollt uns unterstützen und es uns leichter machen aber kein Geld der Welt hilft uns jetzt. Wir brauchen EUCH! Euer Mitgefühl und eure Kraft.

Meine Schwester würde es so wollen.

Ich danke euch für das Verständnis."

Die neuesten Erkenntnisse zum Amoklauf in München im Live-Ticker

mke

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