April verabschiedet sich mit Hitzerekorden

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Der Hofgarten in München

Berlin - Hochsommerliche Temperaturen haben das letzte Aprilwochenende bestimmt. Vor allem im Süden und Osten Deutschlands seien zahlreiche Hitzerekorde gebrochen worden.

Der April wird seinem Ruf gerecht - und macht, „was er will“. Am Samstag jagte noch ein Wetterrekord den nächsten, es gab Sonne satt und Temperaturen wie am Mittelmeer. München knackte am Samstag das Allzeithoch für den Monat April mit einem Wert von 32,2 Grad - der alte Rekord lag bei 28,7 Grad. Auch andernorts im Süden und Osten lockte strahlender Sonnenschein Tausende in Freibäder, Parks und an Seen. Der Norden und Nordwesten Deutschlands spürte vom vorgezogenen Sommerwetter nicht viel, an der Nordsee wurden oft nicht einmal 10 Grad erreicht. Bei leichtem Regen erreichten die Temperaturen kaum 20 Grad (hier geht's zum aktuellen Wetterbericht).

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Das soll es aber vorerst gewesen sein mit der Mallorca-Stimmung: Für die kommenden Tage rechnen die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst wieder mit mehr Wolken, mit Regen und auch mit Gewittern. „Das Wetter "normalisiert" sich wieder und gewöhnliches Frühlingswetter steht uns ins Haus“, sagt Meteorologe Peter Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. „Mit den Rekorden ist es sicher erstmal vorbei.“ Sei die Temperaturgrenze zwischen dem kühleren Norden und dem sommerlich-warmen Süden zuletzt noch deutlich zu spüren gewesen, so gleiche sich diese Wetterschere langsam an.

Erstaunt ist Hartmann über das Auf- und Ab der Temperaturen: „Wenn man die Höchstwerte vom Samstag betrachtet, dann ist das schon sehr ungewöhnlich für diese Jahreszeit.“

Nach wie vor wird das Wetter vor allem im Süden und Osten Deutschlands laut DWD stark von Strömungen aus Afrika beeinflusst. Wetter-Experte Hartmann erwartete für Sonntag Temperaturen von über 25 Grad im Süden - fürs Eisessen, Grillen und die leichte Urlaubsstimmung sollte das noch ausreichen. Zumal auch der Strandspaziergang an der Nordsee nicht mehr ganz so kühl ausfallen wird wie am Samstag: „Der Norden wärmt sich auf“, meint der DWD-Fachmann.

Zum Wochenauftakt rechnen die Meteorologen im Westen mit Temperaturen zwischen 19 und 24 Grad, im Osten 22 bis 26 Grad. Kein T-Shirt-Wetter dagegen an den Küsten, dort bleibt es mit 15 Grad weiter kühler. „In der Nacht zum Dienstag kann es im Westen auch teils ergiebiger regnen“, sagt Hartmann. „Da wird der eine oder andere Rheinländer beim Aufstellen des Maibaumes für seine Liebste eine Dusche abbekommen.“

Mitte und Ende kommender Woche werden nicht mehr als 15 Grad erreicht, es bleibt unbeständig, kühl und feucht. Immer wieder muss mit einzelnen Gewittern, starkem Regen und auch Hagel gerechnet werden.

dpa

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