In Bulgarien

Atomreaktor nach Panne abgeschaltet

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In dem Reaktor war Wasser zur Abkühlung eines Generators ausgeflossen.

Sofia - Nachdem am Sonntagabend Wasser zur Abkühlung eines Generators ausgeflossen war, ist ein Atomreaktor im bulgarischen Kernkraftwerk Kosloduj an der Donau abgeschaltet worden.

Das teilte das Kernkraftwerk an der Donau am Montag mit. Die Panne ereignete sich, wie es hieß, im Maschinensaal außerhalb des Atombereichs der Anlage. Der Zwischenfall habe die Atomsicherheit nicht beeinträchtigt, versicherte der Betreiber. In Kosloduj ist jetzt nur noch ein 1000-Megawatt-Meiler in Betrieb.

Bulgarien hatte als Voraussetzung für den EU-Beitritt 2007 vier ältere 440-Megawatt-Blöcke in Kosloduj stillgelegt. Die im Februar zurückgetretene bürgerliche Regierung wollte die Betriebszeit der beiden verbliebenen Meiler sowjetischer Bauart verlängern und außerdem am Standort Kosloduj einen weiteren Atomreaktor bauen lassen. Sie verzichtete auf den Bau eines neuen Kernkraftwerks zusammen mit Russland bei dem Donaustädtchen Belene. Die Atompläne Bulgariens könnten sich nach der Neuwahl des Parlaments am 12. Mai radikal ändern.

dpa

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