Angeklagter bestreitet Tötungsabsicht

Auftakt im zweiten Prozess um Schüsse auf offener Straße

Frankfurt/Main - Im neu aufgerollten Prozess um Schüsse im Frankfurter Bahnhofsviertel hat der Angeklagte am Freitag vor dem Landgericht eine Tötungsabsicht bestritten.

Das Verfahren gegen den 33-Jährigen, dem versuchter Mord vorgeworfen wird, dreht sich um einen Vorfall im Mai 2013. Damals war der Angeklagte in einem Lokal in Streit mit Bekannten geraten und dann schießend aus der Gaststätte gelaufen. Er verletzte einen unbeteiligten Sozialarbeiter schwer, ein Passant wurde von einer Kugel am Bein gestreift. Was den Streit in dem Lokal auslöste, war weiterhin unklar.

Der Angeklagte war in einem ersten Prozess im Oktober 2014 wegen gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft, die mehr als acht Jahre Haft für ihn gefordert hatte, legte jedoch mit Erfolg Revision beim Bundesgerichtshof ein. Sie hält einen Tötungsvorsatz für gegeben. Der Verteidiger plädierte seinerzeit auf fahrlässige Körperverletzung, weil sein Mandant nur auf die Beine der Opfer geschossen habe.

dpa

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