Luxusuhrengeschäft überfallen

Auto als Rammbock: Brachialer Blitz-Raub am Kudamm

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Tatfahrzeug vor Tatort: Kriminaltechniker sichern vor dem überfallenem Juweliergeschäft am Kurfürstendamm Spuren an einem gestohlenem Auto. 

Berlin - Wieder ein spektakulärer Raub auf dem Berliner Kudamm: Erst rammen die Täter mit einem Auto die Eingangstür eines Geschäfts für Luxusuhren, dann stürmen sie den Laden. Dabei fallen Schüsse.

Mehrere Täter haben am Samstag ein Geschäft für Luxusuhren auf dem Kurfürstendamm in Charlottenburg überfallen. Verletzt wurde bei dem Überfall niemand, eine Angestellte der Boutique erlitt einen Schock. Über den Wert der erbeuteten Ware machte die Polizei keine Angaben, er könnte im sechsstelligen Bereich liegen.

Kurz nach Ladenöffnung um 10.00 Uhr stießen die Täter mit einem gestohlenen Auto die Eingangstür ein. Dabei benutzten sie einen Rammbock, den sie kurz vor der Öffnung vor die Tür gelegt hatten. Gleich danach stürmten die Vermummten in das Geschäft an der Ecke Wielandstraße und räumten hochwertige Uhren aus den Auslagen. Laut Zeugenaussagen waren sie zu dritt. Noch während des Überfalls soll nach Polizeiangaben einer der Täter Schüsse abgegeben haben. Nach ersten Erkenntnissen soll es eine Schreckschusswaffe gewesen sein.

Die Räuber flüchteten in einem weiteren, ebenfalls gestohlenen Auto. Auf den umliegenden Straßen lagen Krähenfüße. Ob sie im Zusammenhang mit dem Überfall stehen, ist nach Polizeiangaben noch unklar. Die Beamten sicherten am Tatort Spuren.

Die Polizei prüft, ob der Raub mit ähnlichen Straftaten zusammenhängt. In den vergangenen Jahren wurden am Kurfürstendamm und in der Umgebung am helllichten Tag immer wieder Geschäfte bei Blitzaktionen überfallen. Im September 2014 überfielen drei Maskierte einen Geldtransporter. Drei Monate später stürmten Vermummte mitten im Weihnachtstrubel in das Luxuskaufhaus KaDeWe und erbeuteten Ware im Wert von rund 800 000 Euro. Der mutmaßliche Kopf dieser Bande wurde vor wenigen Tagen zu knapp sieben Jahren Haft verurteilt.

dpa

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