Kilometerlanger Stau

Verkehrschaos: Bombe reißt Riesen-Krater in A3

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Ein riesiges Loch klafft am 20.08.2014 auf der Autobahn 3 bei Offenbach (Hessen) nach der Sprengung einer Weltkriegsbombe in der Fahrbahn.

Offenbach - Ein Riesenloch macht die Autobahn 3 bei Offenbach in Richtung Süden unpassierbar. Erst am Donnerstag wird der Krater von der Sprengung einer Weltkriegsbombe voraussichtlich zugeschüttet.

Nach der Sprengung einer Weltkriegsbombe müssen Autofahrer auf dem Weg von Frankfurt nach Würzburg zeitraubende Umwege und Staus einplanen. Die Autobahn 3 in Richtung Süden wird hinter dem Offenbacher Kreuz vermutlich erst im Laufe dieses Donnerstags wieder freigegeben. Die gezielte Sprengung einer Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hatte am Dienstagabend einen metertiefen Krater in die Fahrbahn an einer Baustelle gerissen. Die Autobahn ist eine der wichtigsten Verbindungen für den Fernverkehr zwischen Köln und Würzburg.

Der britische Blindgänger war am Dienstag bei Bauarbeiten gefunden worden und konnte nicht entschärft werden. Am Abend wurde die Bombe dann kontrolliert gesprengt. Um die Fundstelle wurde eine 1000 Meter-Sicherheitszone eingerichtet. Betroffen war auch der Frankfurter Flughafen, in dessen Einflugschneise die Bombe lag. Dort waren zeitweise keine Landungen möglich.

Riesiges Loch in der Autobahn

Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) machte sich am Mittwoch ein Bild von den Schäden und dankte den Helfern für schnelle und professionelle Arbeit. „Da hält man den Atem an und hofft, dass alles gut geht“, schilderte er seine Gedanken, nachdem er von dem brisanten Fund informiert worden war.

Am Mittwochmorgen begutachteten Experten von Hessen Mobil die Schäden an der Fahrbahn. Der Krater sei zehn mal fünf Meter groß und rund drei Meter tief, teilte das für den Straßenbau in Hessen zuständige Unternehmen mit. Außerdem habe sich um den Krater die Fahrbahn bis zu einem halben Meter angehoben.

Am Donnerstag kann der Verkehr wieder rollen

Um das Loch zu schließen, wurde aus der Nähe vorsichtig Erde aufgenommen und auf mögliche weitere Bomben untersucht. Erst danach könne der Krater aufgefüllt und die Fahrbahn neu gelegt werden, teilte Hessen Mobil mit. Die Experten erwarteten, dass diese Arbeiten am späten Abend abgeschlossen sind. In der Nacht zum Donnerstag sollte der neue Asphalt abkühlen und hart genug werden, damit der Verkehr wieder rollen kann.

Am Frankfurter Flughafen lief der Betrieb schon am Mittwochmorgen wieder störungsfrei. Während der Sprengung konnten rund eine Stunde lang keine Flugzeuge landen, berichteten Betreiber Fraport und die Deutsche Flugsicherung (DFS). Auch in der Vorbereitungsphase zur Detonation musste der Betrieb am Airport eingeschränkt werden. Laut Fraport wurden in der Folge 24 Ausnahmegenehmigungen für Starts und Landungen nach 23.00 Uhr erteilt. Die letzte Maschine sei gegen 23.50 Uhr gestartet. Das Nachtflugverbot beginnt eigentlich um 23.00 Uhr.

Weltkriegsbombe an der Autobahn 3 gesprengt

Bombensprengung: Riesiges Loch in A3

dpa

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