Sechs Tage altes Kind gestorben

Baby siebtes Opfer des Erdbebens

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Das Erdbeben - hier ein Foto der Evakuierung in Antofagasta - forderte sieben Todesopfer.

Santiago de Chile - Ein nur sechs Tage altes Baby ist im Norden Chiles als nunmehr siebtes Opfer des Erdbebens vom Dienstag gestorben.

Das Kind starb am Freitag an Herzversagen, nachdem es mit seiner Mutter mehrere Nächte im Freien verbracht hatte, wie das Nachrichtenportal Emol berichtete. Die Wohnung der Frau in Alto Hospicio, bei Iquique, war bei dem Beben mit einer Stärke von 8,2 schwer beschädigt worden.

Am Freitag war noch in mehreren Ortschaften die Wasserzufuhr unterbrochen. Heereseinheiten verteilten Trinkwasser. In Iquique wurde ein Plünderer festgenommen, wie der Rundfunksender Cooperativa berichtete. Auch ein Busfahrer sei festgenommen worden, der die Preise einer Fahrt von 3000 auf 20 000 Pesos (4 bzw. 26 Euro) erhöht hatte. Er habe damit die Gesetze gegen Spekulation in Katastrophengebieten verletzt.

Vier Tage nach dem schweren Erdbeben ist die Grundversorgung in der Region zum großen Teil wiederhergestellt. Über 90 Prozent der Haushalte würden wieder mit Strom und Wasser versorgt, sagte Innenminister Rodrigo Peñailillo am Samstag bei einem Besuch der Region Tarapacá. Techniker würden derzeit beschädigte und zerstörte Häuser untersuchen, um den Bedarf an Aufbauhilfe zu ermitteln.

In der Kreisstadt Iquique protestierten einige Anwohner hingegen gegen die Verzögerungen bei der Wiederherstellung der Strom- und Wasserversorgung. Sie errichteten Straßensperren und forderten schnelle Hilfe, wie die Zeitung „La Tercera“ berichtete.

dpa

Schweres Erdbeben vor Chile: Bilder

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