Organisierte Kriminalität 

Banden rauben teure Geräte aus Kliniken

Detmold - Diebe machen auch vor Krankenhäusern nicht halt: Seit Februar gibt es mehr als 50 Fälle, in denen  Banden teure Medizingeräte geraubt haben. Fest steht: Bei den Raubzügen sind keine Anfänger am Werk. 

Diebe suchen vermehrt deutsche Krankenhäuser heim und stehlen teure Medizintechnik. Deutschlands größter Krankenhausversicherer, die Detmolder Ecclesia-Gruppe, zählte nach einem Bericht der "Neuen Westfälischen" vom Donnerstag seit Februar bundesweit bereits 55 ähnliche Fälle. Dabei sei ein Schaden von fast zwölf Millionen Euro entstanden. 

Allein 14 Mal schlugen die Diebe nach Angaben des Versicherers zuletzt in Nordrhein-Westfalen zu. Betroffen waren unter anderem Krankenhäuser in Bad Berleburg, Gelsenkirchen, Bergisch-Gladbach und Gütersloh. Im Juli hatten Diebe auch Kliniken im hessischen Dillenburg heimgesucht und Endoskope für Magen- und Darmspiegelungen sowie weitere Geräte gestohlen. Auch in Ostdeutschland sind Krankenhäuser betroffen, wie der Mitteldeutsche Rundfunk am Dienstag berichtete. Im Klinikum Magdeburg wurden demnach zuletzt hochwertige Endoskope gestohlen. Der Schaden betrage mehrere zehntausend Euro. Auch die Uniklinik Magdeburg sowie Krankenhäuser im sächsischen Görlitz und im thüringischen Altenburg meldeten Diebstähle.

Diebesbeute auf Bestellung

 Die Polizei in Hessen geht davon aus, dass organisierte Banden dahinter stecken. Die medizinischen Geräte würden gewissermaßen auf Bestellung geklaut und dann ins osteuropäische Ausland oder noch weiter weg gebracht. Der Polizeisprecher des hessischen Lahn-Dill-Kreises sagte dem MDR, es sei durch die Seriennummer der Geräte sehr schwierig, diese auf dem deutschen Markt oder auf dem westeuropäischen Markt zu verkaufen, "weil die einfach durch die Hersteller registriert sind".

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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