Folgen der Flüchtlingswelle

Um so viel ist Europa seit 2013 gewachsen

Luxemburg - Die Flüchtlingswelle hat in Europa und der Welt ihre Spuren hinterlassen - die neuesten Bevölkerungszahlen meldet nun das Statistikamt Eurostat.

509 statt 506 Millionen - Mit der Zuwanderung ist die Zahl der Menschen in der Europäischen Union seit 2013 um drei Millionen gewachsen. Trotzdem schwand der Anteil Europas laut "Eurostat" an der Weltbevölkerung in derselben Zeit von 7,1 Prozent auf 6,9 Prozent. Denn in anderen Weltregionen wuchs die Bevölkerung viel rascher. 2013 wurden 7,1 Milliarden Menschen geschätzt, 2015 waren es schon 7,3 Milliarden weltweit.

Die EU-Länder haben laut Eurostat mit 1,5 Geburten pro Frau die drittniedrigste Rate aller Industrie- und Schwellenländer. Nur Südkorea mit 1,2 Geburten und Japan mit 1,4 haben in der Gruppe der G20 noch geringere Werte. Durchschnittlich liegt die Geburtenrate weltweit hingegen bei 2,5.

Nach Japan hat die EU auch die älteste Bevölkerung. Eurostat gibt das mit einem sogenannten Altenquotienten an. Gemeint ist das Verhältnis älterer Menschen über 65 zur Anzahl von Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 14 und 64 Jahren. In Japan liegt er bei 41,9 Prozent, dann kommen die EU mit 28,1 Prozent und Kanada mit 23 Prozent. Weltweit liegt der Durchschnitt hingegen bei 12,3 Prozent.

Nach der Zuwanderungswelle der vergangenen Jahre lag der Anteil der Menschen, die außerhalb der EU geboren wurden, 2015 bei 6,8 Prozent der Gesamtbevölkerung der Staatengemeinschaft. Zum Vergleich: In Saudi-Arabien waren es 32,3 Prozent, in Australien 28,2 und in Kanada 21,8 Prozent. Auch in den USA liegt der Anteil mit 14,5 Prozent drastisch höher. Schwindend gering ist er hingegen in China mit 0,1 Prozent und in Indonesien mit weniger als 0,05 Prozent.

dpa

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