"Brot für die Welt": So wird das Geld verwendet

Berlin - Das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ hat 2011 das zweitbeste Spendenergebnis der vergangenen zehn Jahre verbucht. Die Direktorin erklärt, wie das Geld verwendet wurde.

Insgesamt seien 56,3 Millionen Euro eingesammelt worden, sagte die Direktorin der Organisation, Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Dienstag in Berlin. Von Spendenmüdigkeit könne keine Rede sein. 2010 waren allerdings noch knapp sechs Millionen Euro mehr gespendet worden. Füllkrug-Weitzel führte dies auf die Spendenaufrufe nach dem Erdbeben in Haiti und der Flutkatastrophe in Pakistan zurück.

Von dem eingesammelten Geld flossen Füllkrug-Weitzel zufolge 87,7 Prozent in die Projektarbeit. Der Rest sei für Werbe- und Verwaltungsaufgaben ausgegeben worden. 2011 unterstützte „Brot für die Welt“ 968 Projekte. Die meisten Spenden gingen nach Afrika. Schwerpunkt war die Förderung einer nachhaltigen kleinbäuerlichen Landwirtschaft.

Mit Blick auf die UN-Nachhaltigkeitskonferenz in Rio de Janeiro forderte „Brot für die Welt“ die Bundesregierung auf, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. „Wir brauchen neue Allianzen zwischen klimapolitisch ambitionierten Regionen und Ländern wie Europa, Südkorea, Mexiko und Ländern, die bereits unter dem Klimawandel leiden“, sagte Füllkrug-Weitzel. Die Industrieländer hätten eine besondere Verantwortung. Sie rief die Teilnehmer des Gipfels auf, „verbindliche ökologische, soziale und menschenrechtliche Leitplanken“ für die weltweite Wirtschaft festzulegen.

dapd

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