Rinderwahnsinn

BSE-Fall in Deutschland: Kontakttiere im Visier

Potsdam - Nach dem Bekanntwerden eines neuen Falls von Rinderwahn (BSE) werden nun alle Rinder aus dem Umfeld des erkrankten Tiers untersucht, insbesondere seine Geschwistertiere.

Die Untersuchungen zu Deutschlands erstem BSE-Nachweis seit fünf Jahren laufen auf Hochtouren. Nach Angaben des brandenburgischen Verbraucherschutzministeriums sollen alle Kontakttiere des betroffenen Rinds ermittelt werden. Dabei handele es sich um Nachkommen der Mutterkuh, aber auch um Rinder, die im gleichen Zeitraum wie sie geboren wurden, sagte eine Ministeriumssprecherin am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Das Rind aus Neuzelle (Brandenburg) war ohne Anzeichen einer klinischen Erkrankung geschlachtet worden. Bei einem aus Altersgründen obligatorischen BSE-Test wurde der sogenannte Rinderwahnsinn entdeckt.

Damit war in Deutschland erstmals wieder seit 2009 ein Fall von BSE (bovine spongiforme Enzephalopathie) bei einem Rind nachgewiesen worden. Nach Einschätzung der Behörden handelt es sich um die sehr seltene atypische BSE, die bei älteren Tieren spontan entsteht. Im Gegensatz zur klassischen BSE steht sie nicht im Zusammenhang mit infektiösem Futter.

Das Rind stammt aus einer Herde der Agrargenossenschaft Neuzelle. Von den sieben Nachkommen der Mutterkuh leben noch zwei. „Sie sollen getötet und dann untersucht werden“, sagte Brigitte Gutzmer, Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft, und bestätigte damit einen Bericht der „Märkischen Oderzeitung“. Auch der Bestand, eine Herde von 80 Tieren, werde kontrolliert. Bis wann Ergebnisse vorliegen, war zunächst unklar. Die Genossenschaft hat 2300 Rinder.

BSE („Rinderwahnsinn“) kann zu schwammartigen Veränderungen des Gehirns führen. Die Tierseuche wurde erstmals 1986 in Großbritannien festgestellt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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