Castor-Protest: Aktivisten verankern Transporter auf Straße

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Polizisten und Aktivisten stehen in Klein Gusborn vor einem im Asphalt verankerten Transporter der Umweltschutzorganisation Greenpeace, der die südliche Durchfahrtsstraße vom Verladebahnhof in Dannenberg in das Zwischenlager Gorleben blockiert.

Gorleben - Nach einer langen Protestnacht haben Atomkraftgegner am Montag ihre Blockaden fortgesetzt. Vier Greenpeace-Aktivisten verankerten sich mit einem Kleintransporter auf der Straße zwischen Dannenberg und Gorleben.

Sie wollen damit eine Route für den Castor-Konvoi mit Atommüll so lange wie möglich blockieren. Im vergangenen Jahr hatte Greenpeace mit einem präparierten Bierlaster auf einer Kreuzung die Polizei ausgetrickst und den Transport viele Stunden lang verzögert.

Zudem protestierten nach Angaben einer Anti-Atom-Initiative rund tausend Menschen mit einer Sitzblockade bei Gorleben gegen die strahlende Fracht aus deutschen Atomkraftwerken.

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Es ist der letzte Transport mit hoch radioaktivem Abfall aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague zurück nach Deutschland - und bereits jetzt der zeitaufwendigste. Die elf Castor-Behälter werden derzeit in Dannenberg umgeladen und für die letzte Etappe auf der Straße bis ins Zwischenlager vorbereitet.

Greenpeace gelang es am Montagmorgen, mit einem Lieferwagen auf eine der möglichen Castor-Strecken nach Gorleben zu kommen. Die Polizei wurde davon überrascht, wie ein Augenzeuge am Ort berichtete. Einsatzkräfte sollen den zugeschweißten Kofferraum des Transporters aufgebrochen haben. Schließlich hätten sich die Atomkraftgegner mit einer Art Metallkasten in der Straße verankert. Die Polizei versuchte, die Blockade aus dem Weg zu räumen. Wie lange die Aktion dauern kann, war völlig unklar.

dpa

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