Zehntausende auf der Flucht

Tod und Chaos nach Tropensturm auf den Philippinen

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Ein Baby wird aus den Fluten gerettet.

Manila - Auf den Philippinen suchen die Menschen in Schulen und Kirchen Schutz vor dem Tropensturm Fung-Wong. Teile der Hauptstadt Manila stehen unter Wasser, Zehntausende sind auf der Flucht.

Das Wasser steht teilweise meterhoch.

Ein heftiger Tropensturm hat Tod und Chaos auf den Philippinen verbreitet. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben. Zehntausende Menschen wurden in die Flucht getrieben, als der Sturm über die Hauptstadt Manila und die nördlichen Provinzen des Inselstaates hinwegfegte und schwere Überschwemmungen auslöste.

Ein zweijähriges Mädchen ertrank in Manila, als seine Eltern ihre Habseligkeit vor einer Überschwemmung retten wollten, berichtete der Zivilschutz. Eine ältere Frau starb nach einem Sturz. Wie das Rote Kreuz mitteilte, ertranken außerdem zwei weitere Männer.

Allein im Großraum Manila mussten sich fast 40.000 Menschen in Sicherheit bringen, weil Flüsse anschwollen und über die Ufer traten. Viele suchten in Schulen, Kirchen oder Sporthallen Schutz.

Insgesamt sind nach Zivilschutz-Informationen knapp eine halbe Million Menschen betroffen. Manche Bewohner riefen über das Radio um Hilfe: „Ich bin Krebspatientin, hier sind fünf Frauen im Haus. Das Wasser steht schon bis zum zweiten Stock“, sagte eine ältere Frau dem Radiosender DZMM in Manila am Telefon.

In einigen Straßen stand das Wasser anderthalb Meter hoch, berichtete das Wetterbüro. Menschen wurden mit Hilfe von Booten in Sicherheit gebracht, andere klammerten sich an leere Plastikbehälter oder retteten sich auf selbst gebaute Flöße. In Manila und 15 Provinzen blieben Verwaltungen geschlossen, der Schulunterricht fiel aus. In der Hauptstadt wurden 80 Flüge gestrichen oder auf andere Flughäfen des Landes umgeleitet.

Der Tropensturm Fung-Wong zog über die gesamten nördlichen Philippinen, seine Windböen erreichten eine Spitzengeschwindigkeit von 100 Kilometern in der Stunde. Die Regenfälle sollen noch die Nacht andauern.

dpa

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