Detektiv versteckte Granate im Spielzeugregal

Limburg - Er wollte als Held dastehen und wurde deshalb zum Straftäter: Ein Ladendetektiv hatte eine scharfe Handgranate in einem Spielzeugregal versteckt.

Der Mann wurde nun zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Das Landgericht Limburg sprach den 40-Jährigen am Montag des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz schuldig.

Der Angeklagte, angestellt bei einem Sicherheitsunternehmen, hatte in dem Supermarkt in Wetzlar Ende Januar die Handgranate versteckt. Anschließend informierte er den Marktleiter über seinen angeblichen Fund. Die Polizei ließ den Markt räumen. Der Mann hatte sich von seiner Tat nach eigenem Geständnis eine Anerkennung seines Chefs und die Bezahlung seines ausstehenden Gehalts erhofft.

Kamera überführte den Täter

Der gelernte Maler und Lackierer hatte die Handgranate vom jugoslawischen Typ M 75 Monate vor der Tat von einem Freund geschenkt bekommen. Dann hatte er sie in seiner Wohnung aufbewahrt. “Ich wollte durch den Fund meinem Chef imponieren und machte mir Hoffnungen, ausstehenden Lohn gezahlt zu bekommen“, sagte er. Es sei eine idiotische Tat gewesen, die er bereue.

Ermittler kamen dem Mann durch Bilder einer Überwachungskamera auf die Schliche. In der Urteilsbegründung machte der Vorsitzende Richter deutlich, dass der Angeklagte seine milde Strafe nur der Tatsache zu verdanken habe, dass er den Tatort abgesichert und sich nicht entfernt habe. Ansonsten wäre er wegen versuchten Mordes angeklagt worden. Seit Mitte Februar hatte der Angeklagte in Untersuchungshaft gesessen, er wurde nach dem Urteil freigelassen.

dpa

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