Deutscher verirrt sich am Eyjafjallajökull-Krater

Reykjavik - Ein deutscher Bergwanderer hat nur mit viel Glück und der Hilfe von 150 Isländern seine Wanderung zum Gletschervulkan Eyjafjallajökull überlebt.

“Der Mann hätte wohl nicht mehr viele Stunden durchgehalten“, sagte eine Sprecherin von Islands Rettungsdienst der Nachrichtenagentur dpa, nachdem der anderthalb Tage vermisste Deutsche am frühen Freitagmorgen von Suchmannschaften entdeckt worden war. Der Vulkan unter dem Gletscher im Süden Islands war im vergangenen Frühjahr ausgebrochen und hatte mit seiner Asche den Flugverkehr in weiten Teilen Europas wochenlang lahmgelegt.

Der Deutsche wanderte am Mittwoch mit zwei Freunden zum Kraterrand des inzwischen wieder untätigen Eyjafjallajökull und wollte danach allein bei dichtem Nebel zu einer Hütte vorgehen. Dabei verirrte er sich. Die beiden anderen Männer liefen zu einem 15 Kilometer entfernten Dorf, um Hilfe zu holen. Wie Olúf Baldursdóttur vom isländischen Rettungsdienst ICE-SAR mitteilte, beteiligten sich am zweiten Tag der Suche 150 Freiwillige, einige von ihnen waren aus der 150 Kilometer entfernten Hauptstadt Reykjavik herbeigeeilt.

Als Helfer den verirrten Wanderer schließlich fanden, war der Deutsche stark unterkühlt und am Ende seiner Kräfte. Er wurde in einem Dorf am Fuß des Gletschers ärztlich versorgt, ernsthafte Schäden hatte der Mann nicht davongetragen. Die isländischen Stellen konnten die genaue Herkunft der deutschen Reisegruppe nicht angeben, die auch selbst nicht zu erreichen war.

dpa

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