Prozess beendet

Juwelenräuber von Cannes müssen lange in Haft

+
Die Schmuckstücke, die die Diebe bei ihrem spektakulären Raub erbeuteten, sollen über 100 Millionen Euro wert sein.  

Grasse - Für ihren spektakulären Beutezug während des Filmfestivals von Cannes sind drei Algerier zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Ein Gericht in Grasse nahe der südfranzösischen Stadt verhängte am Mittwoch Strafen zwischen sieben und 14 Jahren gegen die Angeklagten. Sie hatten 2013 Schmuck und Uhren im Wert von über einer halben Million Euro erbeutet.

Nur zwei der drei angeklagten Algerier waren bei dem Prozess anwesend. Ein 44-jähriger Angeklagter erhielt eine zehnjährige Haftstrafe - er war einen Monat nach der Tat bei einem weiteren Überfall in einem spanischen Luxushotel auf Mallorca gefasst worden. Sein 46-jähriger Komplize bekam in Abwesenheit 14 Jahre Haft aufgebrummt.

Der heute 38-jährige Fahrer des Fluchtwagens von Cannes wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Er war im Januar 2014 in Südfrankreich geschnappt worden. Eine vierte Verdächtige, die frühere Lebensgefährtin eines der Algerier, erhielt zwei Jahre Haft wegen Hehlerei. Die Staatsanwaltschaft hatte für die Angeklagten Haftstrafen zwischen vier und 14 Jahren gefordert.

Die Bande, die in Frankreich und in Belgien schon auf ein langes Strafregister zurückblickt, hatte 2013 am Rande des beliebten Filmfestivals von Cannes Schmuck des Schweizer Juweliers Chopard im Wert von rund 536.000 Euro gestohlen. Dazu brachen die Diebe in mehrere Hotelzimmer ein, bevor sie fündig wurden.

Die Beute, darunter Diamantenohrringe, Uhren und Ketten, wurde nie gefunden. Vor Gericht gaben die Angeklagten an, "zufällig" auf den Hotelsafe gestoßen zu sein, ohne zu wissen, was sich darin befand.

Chopard wurde damals ein weiteres Mal während des Filmfestivals Opfer von Dieben: Eine andere Bande erbeutete im Carlton-Hotel Juwelen im Wert von 100 Millionen Euro. Auch 2015 schlugen Diebe wieder spektakulär in der mondänen Mittelmeer-Stadt zu. Eine Woche vor dem Filmfestival überfielen sie einen Luxusjuwelier an der Strandpromenade und machten mehr als 17 Millionen Euro Beute.

AFP

Meistgelesene Artikel

Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Melbourne - Über drei Straßenblocks hinterlässt ein Amokfahrer in Melbourne eine Spur der Verwüstung. Vier Menschen hat er mit dem Auto getötet. Der …
Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer

Verona - Mitten in der Nacht prallt ein Bus gegen einen Pfeiler und fängt Feuer, ein Schülerausflug endet auf grausame Weise. Ein Lehrer rettet …
Bus wird bei Verona zur Todesfalle: Heldenhafter Sportlehrer

Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Freitag der 13.! Selbst wer nicht besonders abergläubisch ist, verbindet mit diesem Datum ein ungutes Gefühl. Wie genau der Aberglaube entstand ist …
Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Kommentare