Drogenboss "Das Messer" getötet

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Drogenboss Pedro Oliverio Guerrero - genannt "Das Messer" ist. “Der Killer der Killer ist gefallen“, sagte Kolumbiens Präsident.

Bogota - Pedro Oliverio Guerrero, genannt “Das Messer“, ist jahrelang von kolumbianischen Sicherheitskräften gejagt worden. Jetzt ist der berüchtigte Drogenboss tot. Er soll 3000 Menschen ermordet haben.

Kolumbianische Sicherheitskräfte haben den berüchtigten Drogenboss Pedro Oliverio Guerrero, genannt “Das Messer“, tot aufgefunden. Der Anführer der rechtsextremen Vereinten Selbstverteidigungsgruppen Kolumbiens (AUC) sei bei Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften ums Leben gekommen, sagte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos am Mittwoch. Der Leichnam sei bereits am Dienstag nahe der Stadt Puerto Alvira in der Provinz Meta, rund 320 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Bogota, entdeckt worden. Doch erst am Mittwoch wurde seine Identität bestätigt.

Mit diesem Messer soll Guerrero rund 3000 Morde begangen haben.

Bei der Leiche seien zwei Pistolen und ein Messer gefunden worden, sagte Santos. “Dieses Messer ist der stille Zeuge von mindestens 3.000 Morden, die von diesem kolumbianischen Kriminellen, angeordnet oder ausgeführt wurden“, sagte der Präsident. “Der Killer der Killer ist gefallen“, erklärte er. Allerdings seien bei der Autopsie Guerreros keine Schuss- oder Stichverletzungen festgestellt worden, sagte der Direktor des Rechtsmedizinischen Instituts Kolumbiens, Juan Angel Isaac, der Nachrichtenagentur AP. Wahrscheinlich sei der Gangster ertrunken, nachdem er schwer beladen während der Kämpfe das Gleichgewicht verloren habe, sagte Polizeigeneral Oscar Naranjo.

Die letztendlich erfolgreiche Operation zur Ergreifung Guerreros begann bereits am 24. Dezember. Die Sicherheitskräfte waren allerdings bereits seit Jahren hinter ihm her. Bei der gemeinsamen Aktion von Polizei und Luftwaffe kamen zwei Polizisten ums Leben.

Als junger Mann trat Guerrero den von Gonzalo Rodriguez Gacha geführten Paramilitärs in den östlichen Ebenen Kolumbiens bei. Gacha war ein berüchtigter Drogenboss des mittlerweile zerschlagenen Medellinkartells, der 1989 von Sicherheitskräften getötet wurde. Als die Paramilitärs im Zuge eines von Kolumbiens damaligen Präsidenten Alvaro Uribe betriebenen Friedensprozesses entwaffnet wurden, kehrte Guerrero in den Untergrund zurück. Die kolumbischen Paramilitärs wurden ursprünglich von den Ranchern zum Schutz gegen linksextreme Guerillas gegründet. Im Laufe der Zeit spielten sie eine immer größere Rolle im Drogengeschäft.

dapd

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