Schon 1350 Todesfälle

Ebola: Senegal schließt Grenze zu Guinea

Dakar/Genf - Der Senegal hat wegen der Ebola-Epidemie in Westafrika seine Grenzen zum Nachbarstaat Guinea erneut geschlossen. Die Zahl der Todesfälle stieg mittlerweile auf mindestens 1350.

Das teilte das Innenministerium am Donnerstagabend nach Angaben der senegalesischen Nachrichtenagentur APS mit. Von der Maßnahme seien auch Flugzeuge und Schiffe betroffen, die aus Guinea, Sierra Leone und Liberia kämen.

Nach WHO-Angaben stieg die Zahl der Todesfälle in Westafrika auf mindestens 1350. Allein am 17. und 18. August seien aus Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone 221 bestätigte und Verdachtsfälle sowie 106 weitere Ebola-Tote gemeldet worden. Die WHO geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Krankheit besonders heftig in Liberia wütet: Dort wurden bis vorigen Montag 972 der insgesamt 2473 bestätigten oder verdächtigen Fälle registriert. 576 Ebola-Tote wurden in dem Land gezählt.

Wegen der Schließung von Grenzen in Westafrika und anderer Quarantänemaßnahmen sei der Handel vielerorts zum Erliegen gekommen, sagte die Koordinatorin der Welthungerhilfe in Liberia, Asja Hanano, in Berlin.

Südafrika verhängte ein Einreiseverbot für Reisende, die aus den Ländern mit Ebola kommen. Südafrikanische Staatsbürger, die sich in Guinea, Liberia, Sierra Leone oder Nigeria aufgehalten hätten, würden befragt und bei Bedarf untersucht, sagte Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Press Agency.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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