Ex-Jihad-Kämpfer diente bei Bundeswehr

Köln - Ein in pakistanischen Terrorlagern ausgebildeter 23-jähriger Mann war nach eigenen Aussagen mehrere Monate lang Soldat bei der Bundeswehr.

In einem Radio-Feature des Südwestrundfunks (SWR) sagte Yannick Nasir, dass er 2003 ein Ausbildungslager der Lashkar-e-Taiba in Pakistan besucht habe - der Terrororganisation, die hinter dem Anschlag im indischem Mumbai 2008 gestanden haben soll. Zugleich berichtete Nasir, er habe sich 2007 freiwillig für die Bundeswehr gemeldet. Als Marinesoldat war er auf der Fregatte “Hessen“ eingesetzt - bis er 2008 vorzeitig aus dem Dienst entlassen wurde.

Yannick Nasir ist der Stiefsohn des 2009 zu acht Jahren Haft verurteilten Aleem Nasir. Yannick Nasir trat in diesem und in einem zweiten Terror-Prozess vor dem Oberlandesgericht Koblenz als Kronzeuge der Staatsanwaltschaft auf. Durch seine Aussagen konnte bewiesen werden, dass Aleem Nasir Mitglied der Terrororganisation Al-Kaida war, diese mit Geld, Material und Kämpfern versorgte und Zugang zu hohen Führungskreisen von Al-Kaida in Pakistan hatte.

dpa

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