Empörung über Versteigerung von Nazi-Objekten

Paris - Ein Auktionshaus in Paris hat mit der geplanten Versteigerung von Nazi-Erinnerungsstücken eine jüdische Vereinigung empört.

Die Beobachtungsstelle für Antisemitismus BNVCA nannte den beabsichtigten Verkauf „obszön“. Die Auktion verletze das Andenken an die Opfer des Nationalsozialismus, sagte ein Sprecher am Sonntag im französischen Rundfunk. Man habe das Innenministerium und die Polizei gebeten, die für den 26. April geplante Versteigerung zu verbieten.

Unter den rund 40 Stücken sind etwa Ausweispapiere des Reichsmarschalls Hermann Göring, eine Schenkungsurkunde des spanischen Diktators Franco an Göring sowie eine Zierdecke mit Hakenkreuzen und dem Reichsadler. Ein Experte des Auktionshauses sagte, der Verkauf sei völlig legal, man dürfe nur keine Objekte mit Hakenkreuzen öffentlich ausstellen. Französische Soldaten hatten die Objekte 1945 aus dem Berghof Hitlers am Obersalzberg mitgenommen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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