Energiesparlampen geben im Betrieb giftige Stoffe ab

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Energiesparlampen sind offenbar gefährlicher als gedacht

Hamburg - Energiesparlampen können während des Betriebs offenbar giftige Stoffe abgeben. Die Lampen setzten dann Dämpfe frei, die im Verdacht stünden, krebserzeugend zu sein.

Das berichtete das NDR-Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin “Markt“ am Sonntag vorab (Sendezeit Montag, 20.15 Uhr). Das Magazin hatte in einer Stichprobe Energiesparlampen unterschiedlicher Hersteller in einem zertifizierten Labor untersuchen lassen. Alle Lampen enthielten demnach deutlich messbare Mengen an Phenol sowie weitere giftige Stoffe.

Der vereidigte Sachverständige für Innenraumschadstoffe, Peter Braun, bestätigte dem Magazin, dass diese Stoffe die Raumluft belasten können. “Besonders bedenklich ist, dass alle untersuchten Lampen im Betrieb krebserzeugende Substanzen ausgasen, und das gilt ausgerechnet für die Stoffe, die wir in den höchsten Konzentrationen gefunden haben“, sagte Braun dem Sender.

Laut “Markt“ kündigte ein Hersteller aufgrund der Recherchen an, “den Einbringungsweg der genannten Stoffe zurückzuverfolgen“. Weiterhin gab er an, die Stoffe könnten “aus Klebstoffen und Einzelkomponenten der Lampe stammen“. Ein anderer Hersteller teilte dem Magazin den Angaben zufolge mit, “dass weder die Art der Substanzen noch ihre Konzentration die festgelegten Grenzwerte überschreitet“.

Der Sachverständige kritisierte dagegen, dass gerade für solche krebserzeugenden Substanzen das Minimierungsgebot gelte und sie möglichst vollständig aus der Umgebung des Menschen verschwinden sollten. Grund dafür sei, dass auch geringste Mengen dieser Stoffe das Risiko erhöhen könnten, an Krebs zu erkranken.

Bisher war bekannt, dass Energiesparlampen Quecksilber enthalten. Dies wird aber nur freigesetzt, wenn Lampen zerbrechen. Verbraucherschützer fordern bereits seit Dezember von der EU-Kommission die Aussetzung des Glühbirnenverbots.

dapd

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