Gefoltert: Polizei befreit Deutschen in Spanien

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In seiner Wohnung in Torrevieja bei Alicante wurde der Mann mindestens zwei Wochen festgehalten. Foto: Manuel Lorenzo/Archiv

Madrid (dpa) - Die spanische Polizei hat einen Deutschen befreit, der in seiner eigenen Wohnung mindestens zwei Wochen lang festgehalten und gefoltert worden sein soll. Bei der Aktion in der südöstlichen Küstengemeinde Torrevieja wurden nach Angabe der Polizei drei Männer und zwei Frauen festgenommen.

Zwei Männer seien in Untersuchungshaft genommen, die drei übrigen Verdächtigen unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden, berichteten regionale Medien am Sonntag unter Berufung auf das Landgericht in Valencia.

Die Behörden erfuhren den Angaben zufolge davon, als die mutmaßlichen Täter die Schwester des Opfers anriefen, Lösegeld forderten und damit drohten, den Deutschen zu töten. Die Schwester habe daraufhin sofort die Polizei alarmiert, hieß es.

Der Deutsche, über dessen Identität und Alter zunächst keine Angaben gemacht wurden, sei in seinem Schlafzimmer eingesperrt gewesen und ständig von mindestens einem Entführer scharf bewacht worden, hieß es. Er sei stark unterernährt und schwer verletzt vorgefunden worden. Im Krankenhaus sei er unter anderem wegen Rippenbrüchen, einer durchstochenen Lunge und zahlreicher Schlagverletzungen behandelt worden, erklärte die Polizei.

Ob das Opfer die mutmaßlichen Täter - zwei Spanier, zwei Spanierinnen und einen Marokkaner im Alter zwischen 26 und 37 Jahren - vor der Entführung gekannt hatte, wurde nicht bekannt.

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