Bei Suche nach Jadestücken verschüttet

Verheerender Erdrutsch in Myanmar: Knapp 100 Tote

Yangon - Bei dem verheerenden Erdrutsch in einer Jademine im Norden Myanmars sind nach jüngsten Angaben der Behörden mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen.

79 Leichen seien am Samstag geborgen worden, sagte ein Vertreter der Regionalverwaltung in Hpakant im Teilstaat Kachin. Am Sonntag hätten die Rettungskräfte bislang elf weitere Todesopfer entdeckt. Die Suche nach Vermissten in der entlegenen Bergregion dauere an.

Bei den Opfern handelte es sich offenbar um Menschen, die im Schutz der Dunkelheit nach Jadestücken in einem Schuttberg suchten, der von Baggern aufgeschüttet worden war. Sie hofften in dem Aushub der Bergwerke Stücke des kostbaren Schmucksteins zu finden. Da der Schutt nur lose aufgeschüttet ist, kommt es dort immer wieder zu tödlichen Erdrutschen. Allein in diesem Jahr kamen in Myanmar dutzende Menschen bei ähnlichen Unglücken ums Leben.

Nach Angaben von Einwohner verstärkten die Bergbaufirmen, die vielfach mit der früheren Militärjunta in Verbindung stehen, zuletzt ihre Aktivitäten in Kachin. In dem unruhigen Teilstaat, in dem mehrere Rebellengruppen aktiv sind, operieren die Bergbaufirmen weitgehend im Verborgenen.

Bilder vom Unglücksort

Erdrutsch in Myanmar: Jade- und Goldgräber verschüttet

AFP

Rubriklistenbild: © AFP

Meistgelesene Artikel

Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Melbourne - Über drei Straßenblocks hinterlässt ein Amokfahrer in Melbourne eine Spur der Verwüstung. Vier Menschen hat er mit dem Auto getötet. Der …
Auto rast in Menschenmenge: Viertes Opfer gestorben

Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Freitag der 13.! Selbst wer nicht besonders abergläubisch ist, verbindet mit diesem Datum ein ungutes Gefühl. Wie genau der Aberglaube entstand ist …
Grund zur Sorge? 13 Fakten zum Freitag den 13.

Bomben-Alarm: Eurowings-Flieger nach Köln evakuiert

Köln - Offenbar ist eine Eurowings-Maschine, eine Lufthansa-Tochter, die auf dem Weg von Oman nach Köln war, umgeleitet worden. Als Grund wird …
Bomben-Alarm: Eurowings-Flieger nach Köln evakuiert

Kommentare