Erdrutsch unterbricht Gasversorgung in Kolumbien

Bogotá - Die Gasversorgung im Südwesten Kolumbiens ist von einem neuen Erdrutsch unterbrochen worden. Das Unglück forderte schon erste Opfer.

Eine vom Regen ausgelöste Geröll-Lawine zerstörte am Donnerstag eine Gas-Pipeline im Departement Tolima, über die ein Großteil der südwestlichen Region versorgt wird. Die Reparaturen in der Umgebung der Ortschaft Herveo werden voraussichtlich mehrere Tage dauern, wie ein Sprecher des Gastransport-Unternehmens TGI nach Angaben des Senders Radio Caracol berichtete. Am Montag hatte ein Erdrutsch drei Häuser im Ort Moncayo, im ebenfalls südwestlichen Departement Nariño, verschüttet. Zunächst wurden zwei Tote geborgen, 13 Menschen wurden noch vermisst.

Am Sonntag zerbrach bereits im Osten Kolumbiens eine Erdöl-Pipeline, nach Angaben des Erdölunternehmens Ecopetrol ebenfalls wegen eines Erdrutsches. Das ausgelaufene Öl landete im Fluss Pamplonita. Die Wasserversorgung aus dem Fluss für die Stadt Cúcuta (etwa 900 000 Einwohner) wurde für mindestens zwei Wochen unterbrochen. Die winterliche Regenzeit hat in Kolumbien in den vergangenen drei Monaten bereits 156 Tote verursacht.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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