Ermittler: Polizei entdeckte Wohnmobil nach Mord an Polizistin

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 Ein Foto der in Heilbronn ermordeten Polizeimeisterin steht am 30. April 2007 vor der Böblinger Stadtkirche St. Dionysius.

Stuttgart - Am Tag des Mordes an der 22 Jahre alten Polizistin Michéle Kiesewetter in Heilbronn hat die Polizei ein Wohnmobil mit einem Kennzeichen aus Ostdeutschland notiert.

Nach dpa-Informationen vom Mittwoch wurde nun festgestellt, dass der Anmieter der 37 Jahre alte Holger G. war, der in Haft sitzt. Er gilt als Unterstützer des Neonazi-Trios, das auch für die Mordserie an neun Geschäftsleuten türkischer und griechischer Abstammung zwischen 2000 und 2006 verantwortlich gemacht wird. Das Fahrzeug sei am 25. April 2007 im weiteren Umkreis von Heilbronn entdeckt worden.

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Laut weiteren Angaben des “Tagesspiegels“ gelang es der Polizei erst bei den laufenden Terrorermittlungen, Holger G. als Mieter des Wohnmobils festzustellen. In dem Fahrzeug saßen damals vermutlich zwei Mitglieder der Terrorgruppe, Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt, die die aus Thüringen stammende Polizistin erschossen haben sollen, schreibt das Blatt weiter. Bei der Tat wurde ein weiterer Polizist lebensgefährlich verletzt. Wäre damals intensiv ermittelt worden, wer das Fahrzeug gemietet hatte, hätte die Polizei auf die Spur der Terrorgruppe kommen können, hieß es in Sicherheitskreisen laut Zeitung. Ob Beate Zschäpe, das dritte Mitglied der Terrorgruppe, auch im Wohnmobil saß und an dem Mord beteiligt war, sei offen, hieß es in Sicherheitskreisen.

Aus Ermittlerkreisen in Baden-Württemberg hieß es, Zschäpe wolle nun am Donnerstag aussagen.

dpa

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