Ermordete Ägypterin: Familie will Richter verklagen 

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Die Ägypterin Marwa El-Sherbini wurde während einer Verhandlung im Landgericht Dresden ermordet.

Dresden - Der Fall der im Dresdner Landgericht ermordeten Ägypterin Marwa El-Sherbini beschäftigt erneut die Justiz. Die Familie des Opfers will zwei Richter zur Rechenschaft ziehen.

Wie das Oberlandesgericht (OLG) Dresden am Freitag mitteilte, beantragte die Familie ein sogenanntes Klageerzwingungsverfahren gegen zwei Dresdner Richter. Die Angehörigen werfen den Juristen vor, den Mord in einer Verhandlung nicht verhindert zu haben. OLG-Sprecherin Karin Haller sagte der Nachrichtenagentur dapd, über den Antrag werde voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr entschieden.

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Der Ehemann des Opfers hatte bereits während des Prozesses gegen den Mörder mangelnde Sicherheitsvorkehrungen im Landgericht beklagt und zugleich Strafanzeige unter anderem wegen fahrlässiger Tötung gestellt. Die Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungen jedoch mangels Tatverdachts ein. Eine Beschwerde dagegen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden blieb ohne Erfolg. Als Konsequenz aus dem Verbrechen wurden die Einlasskontrollen in den sächsischen Gerichten verschärft.

Die schwangere Ägypterin war im Juli 2009 während einer Verhandlung im Landgericht vor den Augen ihres kleinen Sohnes von einem Russlanddeutschen erstochen worden. Der Mann hatte die Frau zuvor auf einem Spielplatz mit rassistischen Sprüchen beleidigt und musste deswegen vor Gericht. Ende 2009 war er wegen Mordes aus Fremdenhass zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

dapd

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