Kaum Hoffnung für Vermisste

Erneut drei Lawinentote in den Alpen

Wien/Paris - Lawinen haben am Wochenende erneut mindestens drei Wintersportler in Frankreich und Österreich in den Tod gerissen.

Darunter war ein 29-jähriger Deutscher, der in Tirol starb. Seine Begleiterin wird ebenfalls tief unter dem Schnee vermutet, doch die schwierige Suche wurde am Sonntag vorläufig unterbrochen, gab die Polizei bekannt. Zuvor hatten in dieser Woche bereits neun Menschen in den beiden Ländern bei Lawinenunfällen ihr Leben verloren.

Die zwei Skitourengeher aus dem bayerischen Landkreis Miesbach wurden wohl bereits am Mittwoch im Karwendelgebrige verschüttet, sagte Einsatzleiter Peter Tenhalter der dpa. Zuvor hatte starker Wind viel lockeren und somit gefährlichen Schnee an die Unfallstelle verfrachtet. Der junge Mann wurde am Samstag geborgen, einen Tag nachdem er und die 28-jährige Frau von ihrer mehrtägigen Tour zurückkehren wollten.

Von der Frau wurde vorerst nur das Lawinensuchgerät gefunden. „Der Lawinenkegel ist so extrem hart und bis zu 10 Meter tief“, sagte Tenhalter. Deshalb seien die Suchstangen der Bergretter nicht zum Grund durchgedrungen. Die Polizei hofft nun, dass weitere Ausrüstungsgegenstände der Frau auftauchen und so die Lokalisierung erleichtern.

In den französischen Alpen hat eine Lawine ebenfalls einen Mann und eine Frau getötet. Die beiden Skifahrer waren außerhalb markierter Pisten auf etwa 2800 Meter Höhe unterwegs, als sich ein Schneebrett löste und sie in die Tiefe riss. Sie konnten nur noch tot geborgen werden. Zudem starb ein 39 Jahre alter Bergführer der französischen Gendarmerie, als er im Mont-Blanc-Massiv bei einem Training in eine Felsspalte stürzte, wie die Zeitung „Le Figaro“ am Samstag berichtete.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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