Experte: Paketbomben hätten Flugzeuge zum Absturz gebracht

Washington - Die per Luftpost verschickten Paketbomben hätten von den Terroristen jederzeit gezündet werden können. Wie ein US-Antiterrorberater sagt, hätte das das Flugzeug zum Absturz gebracht.

Lesen Sie auch:

Paketbomben: Innenminister räumt Sicherheitslücke ein

US-Regierung: Dieser 22-Jährige soll der Bombenbauer sein

Die am Freitag in Flugzeugen entdeckten Paketbomben hätten nach Angaben des Antiterrorberaters der US-Regierung “zu einem von den Terroristen gewählten Zeitpunkt“ detonieren können. “Sie hätten diese Flugzeuge zum Absturz bringen können“, sagte John Brennan, zugleich stellvertretender nationaler Sicherheitsberater, am Sonntag. Terroristen hätten die Sprengsätze demnach auch zur Explosion bringen können, nachdem die Pakete ihren Adressaten erreichten. Soweit er wisse, wäre dazu niemand nötig gewesen, der aktiv einen Zünder betätige, erklärte Brennan.

Die beiden Bomben seien technisch sehr ausgeklügelt entworfen und versteckt worden. “Sie waren in sich abgeschlossen“, sagte der Berater von US-Präsident Barack Obama. Die Fluggesellschaft Qatar Airways erklärte unterdessen, die Sprengsätze hätten weder durch Röntgenstrahlen noch durch Spürhunde entdeckt werden können. Ohne den entscheidenden Geheimdiensthinweis wären die Paketbomben nicht aufgespürt worden, erklärte die Fluggesellschaft.

Terrorverdächtige wieder freigelassen

Im Rahmen der Ermittlungen nach dem Aufgeber der Paketbomben, die auf ihrem Weg in die USA entdeckt worden waren, hat die Polizei im Jemen am Sonntag eine Verdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Verhöre und Befragungen hätten ergeben, dass die 22- jährige Studentin Hanan Mohammad al-Samawi “die falsche Person“ gewesen sei, sagte ein Angehöriger des Sicherheitsdienstes im vertraulichen Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. “Sie wurde ihrem Vater übergeben“, hieß es.

Die 22-Jährige war am Vortag in Sanaa festgenommen worden, nachdem US-Ermittler sie zunächst als Aufgeber der Paketbomben identifiziert hatten. Schon am Sonntag hatte es jedoch geheißen, dass sie möglicherweise Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden war.

dpa/dapd

Meistgelesene Artikel

Chaos in Valencia nach dem schlimmsten Unwetter seit 2007

Valencia - Das schlimmste Unwetter seit neun Jahren hat Valencia ins Chaos gestürzt. In der Region um die ostspanische Stadt regnete es bis in die …
Chaos in Valencia nach dem schlimmsten Unwetter seit 2007

Frau in Kiel auf der Straße in Brand gesteckt

Kronshagen/Kiel - Grauenhafte Szenen in Kronshagen bei Kiel: Auf offener Straße hat dort ein Mann seine getrennt von ihm lebende Ehefrau mit einer …
Frau in Kiel auf der Straße in Brand gesteckt

Tote Studentin: So kamen die Ermittler dem 17-Jährigen auf die Spur

Freiburg - Nach dem Tod einer 19 Jahre alten Freiburger Studentin ist ein 17-Jähriger festgenommen worden. Auf die Spur des Jugendlichen brachte die …
Tote Studentin: So kamen die Ermittler dem 17-Jährigen auf die Spur

Kommentare