Deutsches Gefahrgut-Schiff brennt: 1 Toter

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Die Löscharbeiten auf der "MS Flaminia" mussten wegen des Rauchs unterbrochen werden.

Buxtehude - Das deutsche Containerschiff „MSC Flaminia“ im Atlantik ist havariert. An Bord des Gefahrgut-Frachters kam es zu zwei Explosionen. Ein Mann starb.

„Die Löscharbeiten mussten wegen der erneuten Detonation unterbrochen werden“, sagte die Sprecherin der Reederei NSB, Bettina Wiebe, am Mittwoch auf dapd-Anfrage. Zu der Explosion sei es am Dienstagnachmittag gekommen. „Derzeit ist es für die Einsatzkräfte vor Ort aufgrund der starken Rauchentwicklung nicht möglich, die Löscharbeiten fortzusetzen“, sagte Wiebe.

Aus noch ungeklärter Ursache war es bereits am Samstag nach einem Feuer in einer Ladeluke an Bord der „MSC Flaminia“ zu einer ersten Explosion gekommen. Dabei kam ein Seemann ums Leben, ein weiterer wird vermisst und drei wurden verletzt. Der Frachter wurde kurz darauf evakuiert. Seitdem treibt das 300 Meter lange deutsche Containerschiff unbemannt auf dem Nordatlantik. Die zweite Detonation ereignete sich den Angaben zufolge in der Nähe der Stelle, an der es bereits zur ersten Explosion gekommen war.

„Es ist Gefahrgut an Bord“

Die Reederei in Buxtehude gab darüber hinaus an, dass sich auf dem Schiff Gefahrgut befinde. „Es ist Gefahrgut an Bord, wie auf jedem anderen Containerschiff auch“, sagte Wiebe. Zum Inhalt der Fracht wollte das Unternehmen jedoch keine Angaben machen.

Am Dienstag hatte mit der „Fairmount Expedition“ ein erster Löschschlepper den Havaristen erreicht. Bereits einige Stunden zuvor war mit dem Containerschiff „Hanjin Ottawa“ ein NSB-Schiff am Unglücksort westlich der Azoren eingetroffen, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. An Bord des Schiffes befanden sich nach Reederei-Angaben 23 Besatzungsmitglieder sowie zwei Passagiere. Die Seeleute stammen der britischen Küstenwache in Falmouth zufolge aus Deutschland, Polen und von den Philippinen.

Ausmaß des Schadens bislang unklar

Die Höhe des entstandenen Schadens für die Reederei und den Schiffseigner sei bislang noch nicht bekannt, sagte ein Sprecher der Münchner Fondsgesellschaft Conti, in dessen Besitz sich die „MSC Flaminia“ befindet. Solange es nicht möglich sei, das Schiff zu inspizieren, könne das Ausmaß des Schadens nicht erfasst werden, hieß es. Bereits am Montag hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass eine Versicherung in den Vorfall eingeschaltet sei. Auch die Reederei NSB wollte sich bislang nicht zur Schadenshöhe äußern.

dapd

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