Mitschüler entdeckten die Bilder

Porno-Seite wirbt mit Facebook-Fotos von Teenagern

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Experten warnen junge Mädchen schon seit längerem davor, freizügige Fotos von sich ins Internet zu stellen.

North Huntingdon - Im US-Staat Pennsylvania sind die Facebook-Fotos von sechs Schülerinnen auf einer Porno-Webseite aufgetaucht. Die Polizei ermittelt nun über den Hintergrund.

In der US-Stadt North Huntingdon im Staat Pennsylvania hat die Polizei Ermittlungen darüber aufgenommen, wie Bilder von mehreren Highschool-Schülerinnen auf eine Pornoseite gelangt sind.

Die sechs betroffenen Mädchen, von denen einige minderjährig sein sollen, hatten nach Berichten der Pittsburgh Post Gazette etliche freizügige Selbstporträts auf ihren Facebook-Kontos veröffentlicht. Mitschüler sollen die Bilder wenig später "mit Namen oder Initialen" versehen auf einer Erotik-Seite entdeckt und ihre Lehrer darauf aufmerksam gemacht haben. Auch in Deutschland warnen Experten schon seit langem vor den möglichen Folgen von "Sexting", dem unbedachten Veröffentlichen von Nacktfotos durch Internet-Dienste.

Für das Auftauchen der Fotos gibt es mehrere Erklärungen. Der ermittelnde Sergeant Jeffrey Bouldin hält es für möglich, dass Hacker sie von den Smartphones der Schülerinnen gestohlen haben. Es gebe jedenfalls Hinweise darauf, dass der Täter zuvor die Internetseite ihrer Schule, der Norwin High School, angesteuert habe. Denkbar ist auch, dass die Bilder von Bekannten der Mädchen verbreitet wurden, etwa von ihren Ex-Freunden.

Obwohl mit der Tataufklärung unter anderem die FBI-Arbeitsgruppe für Gewaltverbrechen gegen Kinder befasst ist, machten die Ermittler den geschädigten Mädchen wenig Hoffnung: "Hört auf, Bilder von euch zu machen, denn wenn ihr denkt, dass sie geschützt sind - sie sind es nicht!", so Bouldin. Andrew Lisiecki, Polizeichef der Kleinstadt North Huntingdon, sagte der Pittsburg Tribune Review: "Wenn sie einmal ein Bild von sich gemacht und auf eine dieser Seiten geschickt haben, ist es leider da. Jeder Beliebige kann es sich schnappen. Es gibt leider nicht viel, was wir tun können."

Die betreffende Porno-Seite wurde mittlerweile geschlossen, die Bilder gelöscht. Möglicherweise hatten die Betreiber Angst, wegen Kinderpornografie angeklagt zu werden. 

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