Kampagne für misshandeltes Tier

Facebook rettet Hund, der nicht sterben wollte

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Buck bei seiner Ankunft in der Notaufnahme der Tierklinik

Austin - Sein Besitzer hatte auf Buck geschossen und in einem Müllsack mitten im Winter an einen Zaun gehängt. Doch der sterbende Hund wurde gefunden und dank einer Internet-Kampagne gerettet. 

Dass Buck lebt, ist so etwas wie ein kleines Wunder. Der drei Jahre alte Mischling hat ein schreckliches Martyrium hinter sich, berichtet die "Huffington Post". Sein sadistischer Besitzer hatte dem Hund mit einem Schrotgewehr ins Gesicht und in den Kopf geschossen. Das über und über blutende Tier steckte er am vergangenen Donnerstag in einen Müllsack und hängte diesen an einen Zaun am Wegesrand in Conroe im US-Bundesstaat Texas. Mindestens zehn Stunden lang war Buck der Winterkälte ausgesetzt, zitterte erbärmlich und drohte langsam zu verbluten.

Dann endlich nahte Rettung: Ein Anwohner, der zufällig vorbeikam, bemerkte die Bewegungen im Müllsack, riss ihn auf und fand das Tier in seinem eigenen Blut liegend, völlig unterkühlt und dem Tode nahe. Der Mann rief seine Nachbarin an, eine im Ort bekannte Tierfreundin, der viele Vierbeiner ihr Leben verdanken. Tami Augustyn brachte die leidende Kreatur zur Notaufnahme einer Tierklinik, wo man sie aufwärmte und ihre zahlreichen Wunden versorgte. Buck war erst einmal gerettet.

Doch die umfangreichen lebensrettenden Maßnahmen resultierten in einer hohen Rechnung, die Augustyn nicht begleichen konnte. Also richtete sie eine Facebook-Seite ein, auf der sie Bucks Geschichte erzählte und um Spenden für seine Behandlung bat. Die Nutzer des sozialen Netzwerks rührte das Schicksal des gequälten Tieres. Innerhalb von sechs Tagen erhielt die Seite über 38.000 Likes, über 10.000 Dollar wurden laut "NY Daily News" an die Tierretterin überwiesen.

"Die letzten 24 Stunden waren unglaublich für mich", schrieb Augustyn. "Ich kann nicht nur Bucks Arztrechnung zahlen, es ist auch noch so viel Geld da, dass ich ihm die bestmögliche Pflege angedeihen lassen kann." Außerdem plant sie, einen Spezialisten aufzusuchen und einen Hilfsfonds einzurichten.

Buck hat Vertrauen zu seiner Retterin gefasst

Die Tierretterin hat den "Hund, der nicht sterben wollte", wie ihn die "Daily Mail" nannte, als neues Mitglied ihrer Familie aufgenommen. Ob Buck jemals wieder sehen können wird, ist fraglich: Die Schüsse aus der Schrotflinte haben seine Augen schwer verletzt. Doch er steht bereits wieder auf eigenen Beinen und liebt sein neues Frauchen.
Nach dem grausamen Tierquäler wird noch gefahndet.

hn

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