Gedenken an Michael Brown gestört

Nach Schüssen in Ferguson: Behörden rufen Notstand aus

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Vor einem Jahr wurde in Ferguson Michael Brown erschossen. Bei einer Gedenkveranstaltung kam es nun erneut zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Arlington/Ferguson - Nach dem Schusswechsel mit der Polizei am Rande von Demonstrationen in der US-Stadt Ferguson haben die Behörden den Notstand ausgerufen.

Gewaltakte würden nicht länger toleriert, teilte der zuständige St. Louis County am Montag mit. Ferguson ist eine Vorstadt von St. Louis. Der Polizeichef von St. Louis, Jon Belmar, übernehme unverzüglich die Polizeiführung in Ferguson und Umgebung, um „das Leben und Eigentum unserer Bürger zu schützen“. Zugleich meldete der TV-Sender CNN, vor dem Gerichtsgebäude in St. Louis seien mehrerer Dutzend Demonstranten festgenommen worden.

Nach zunächst friedlichen Protesten am Sonntag - ein Jahr nach dem Tod des schwarzen Jugendlichen Michael Brown - hatte ein Mann nach Angaben der Polizei das Feuer auf vier Beamte in Zivil eröffnet. Darauf schoss die Polizei zurück und verletzte den Schützen schwer. Er liegt in kritischem Zustand in einem Krankenhaus. Die Polizei und veröffentlichte dazu unter anderem ein Foto, das eine durchschossene Frontscheibe eines Autos zeigte, hinter dem die Beamten in Deckung gegangen waren.

Der Tod des unbewaffneten Teenagers am 9. August 2014 hatte Unruhen und Demonstrationen gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt ausgelöst.

dpa

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